Tödlicher Arbeitsunfall auf Recyclinghof in Watenbüttel
Braunschweig Ein 45-Jähriger starb, als er eine Maschine reinigte, in der „gelbe Säcke“ zerkleinert werden. Die Polizei geht von fahrlässigem Verhalten aus.
Ein 45 Jahre alter gelernter Schlosser ist am Montagabend bei Reinigungsarbeiten in der Annahmehalle auf dem Alba-Recyclinghof in Watenbüttel ums Leben gekommen. Bei Reinigungsarbeiten war er in eine Maschine geraten, mit der gelbe Wertstoffsäcke mit Hausmüll zerkleinert werden.
Nach Polizeiangaben erlitt der Mann tödliche Verletzungen. Der Tote musste durch die Feuerwehr von einem etwa acht Meter hohen Förderband geborgen werden. Alba-Mitarbeiter hatten zuvor nach ihrem Kollegen gesucht und ihn dann dort entdeckt. Die Einsatzkräfte wurden gegen 21.45 Uhr alarmiert.
Polizeisprecher Wolfgang Klages berichtet auf Anfrage, dass die Maschine, die die „gelben Säcke“ zerkleinert, bei den Reinigungsarbeiten nicht ausgeschaltet war. „Wir gehen von fahrlässigem Verhalten des Arbeiters beim Bedienen der Maschine aus“, erklärte Klages.
Ein technischer Defekt sowie Fremdverschulden könnten die Ermittler der Kriminalpolizei ausschließen. „Die Maschine ist erst vor kurzem gewartet worden.“ Zur weiteren Untersuchung des Unfalls sind das Gewerbeaufsichtsamt und die Berufsgenossenschaft eingeschaltet worden.
Der 45-Jährige Braunschweiger hatte sich zum Zeitpunkt des Unfalls allein in dem Container aufgehalten, von dem aus der Inhalt der „gelben Säcke“ über ein Transportband in die Maschine befördert werden.


