So werden die Gäste im neuen Steigenberger Hotel wohnen
Braunschweig Im September 2013 wird das Steigenberger Hotel im Bürgerpark eröffnen. Wie die Gäste wohnen werden, wurde gestern während des Richtfests gezeigt.
Zugig ist’s und kalt – der Rohbau ist zwar fertig, doch man benötigt viel Fantasie, um sich heute vorstellen zu können, wie die Gäste in Braunschweigs bestem Haus wohnen werden. Also durch das nackte Treppenhaus hoch zum Musterzimmer, wo ein Standard-Doppelzimmer bereits fertig ist.
„Fast fertig“, sagt Marketing-Leiterin Christiane Winter-Thurmann. In einem solchen Musterzimmer werde ausprobiert. An Einigem lässt sich freilich nichts mehr ausprobieren. Zum Beispiel am Bad. Das kam in einem Stück.
Eine Technik, die beim Bau von Kreuzfahrtschiffen mittlerweile Standard sei, berichtet Michael Bobber von der Bauwo, die den 25-Millionen-Euro-Bau errichtet. Fertige Bäder-Module wurden dazu per Kran in die Zimmer gesetzt und anschließend erst die Zimmer mit der Decke geschlossen. „Die Belieferung mit Fertigmodulen garantiert hohe und gleichmäßige Qualität. Außerdem geht der Einbau natürlich schneller.“ Dem Zeitplan sei man darum etwas voraus, sagt Bobber.
Wann genau aber das Hotel eröffnet wird, das ließ sich Betreiber Alexander Winter nicht entlocken. Doch im September 2013, kündigte er an, werde bereits ein erster Kongress die 180 Zimmer füllen.
Über Details wird bis dahin noch zu entscheiden sein. Die Bezugsstoffe der Sessel und die Wandfarbe würden an einigen Stellen noch geändert werden. Doch die Grundzüge ständen fest, sagt Winter-Thurmann: „Das Steigenberger wird die Themen Park und Carl Friedrich Gauß aufgreifen.“ Dem genialen Braunschweiger Mathematiker und Landvermesser soll man in jedem Zimmer begegnen. Auf Bildern, die wie Schiefertafeln wirken, werden Zeichnungen, Schriften und Formeln von Gauß zu sehen sein.
Winter-Thurmann zerstreute bei dieser Gelegenheit auch Befürchtungen, Steigenberger werde ein unbequemer Nachbar sein und zum Beispiel die Veranstaltungsreihe „Kultur im Zelt“ neben sich nicht dulden: „Ganz im Gegenteil. Das Hotel wird von Kultur im Zelt profitieren. Alles, was den Bürgerpark belebt, ist ganz in unserem Sinne.“



