Seit dem Start auf Expansionskurs
Eves Information Technology AG wurde am 1. Januar gegründet und hat seit August eine Tochter in Sri Lanka
Mit sieben Mitarbeitern startete die Eves Informations Technology (IT) am 1. Januar in den heißumkämpften Software-Markt. Inzwischen hat das junge Unternehmen eine Tochter in Sri Lanka gegründet, um die Aufträge abarbeiten zu können.
Gründer und Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens ist der Braunschweiger Sebastian Ebel. Nach seinem Ausstieg als Vorstand bei der TUI wandte er sich einem neuen Geschäftsgebiet zu. Eves IT entwickelt individuelle Software für den Mittelstand sowie große Unternehmen. Des weiteren gehören Systemintegration sowie die Unterstützung des Betriebs von Standard- und Individualsoftware zu den Schwerpunkten des jungen Unternehmens.
Fünf Unternehmen, die von der Börse im Dax geführt werden, sowie eine Vielzahl mittelständischer Unternehmen habe Eves IT in den vergangenen neun Monaten als Kunden gewinnen können, versichert Ebel. 30 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende für Fachinformatik, arbeiten am Braunschweiger Firmensitz. Zum Jahresende sollen es 50 sein, Ende 2008 möchte Ebel hier 100 Mitarbeiter beschäftigen.
Das Problem sei, in Deutschland genügend Fachleute zu finden. Schon jetzt ist Eves IT eine Kooperation mit der indischen TUI Info Tec/Sonata eingegangen, um Großprojekte realisieren zu können. Doch mit der eigenen Firma wollte Ebel nicht nach Indien gehen.
Er gründete die Tochter in Colombo, der Hauptstadt Sri Lanka. In dem 20-Millionen-Einwohner-Land seien Bildungsniveau und Infrastruktur gut. Die Mitarbeiter hätten ein starkes Standortbewusstsein, wechselten nicht so schnell die Firma wie in Indiensagt Ebel.
Mit der Gründung der Tochter in Sri Lanka weiche man einerseits dem Fachkräftemangel in Deutschland aus, andererseits folge man den Wünschen mehrerer niedersächsischer Großunternehmen, die ihr Interesse an einem IT-Dienstleister mit Kapazitäten im Ausland gezeigt hätten, erklärt Eves-Vorstandsvorsitzender Volker Eckhardt. Gemeinsam mit der Tochter in Colombo sei es Eves möglich, Projekte zu verwirklichen, deren Wirtschaftlichkeit bei einer Erstellung allein in Deutschland nicht gegeben sei.
In Sri Lanka plant das Unternehmen vor allem die Herstellung moderner Applikationen, beispielsweise für das mobile Informationsystem Black-Berry. Sebastian Ebel denkt bereits über neue Geschäftsfelder nach. Der erfahrene Sanierer will Eves eine Unternehmensberatungs-Abteilung für strategische und Sanierungs-Beratung angliedern.



