Schüler drehen Film über Spender
Braunschweig Die Klasse 10 A des Martino Katharineum nimmt am niedersächsischen Kurzfilmwettbewerb teil - mit einem Film über den anonymen Braunschweiger Spender.
Einen Film über den Spender – das ist ein guter Einfall, fanden die Organisatoren des Wettbewerbs und spendierten der Klasse nun ein Coaching für ihren Film. Gestern besuchte der Drehbuchautor Martin Wolf das Braunschweiger Gymnasium. In seinem zweistündigen Workshop erklärte er den Jugendlichen, wie man aus einer Idee ein Drehbuch macht. Nächste Woche wird die Klasse eins der regionalen Medienzentren besuchen. „Dort werden wir lernen, wie man einen Film dreht, schneidet und choreographiert“, erklärte Lehrerin Katja Lösch.
Thema des Wettbewerbs: Helden von nebenan
Die Deutschlehrerin hatte die Idee, an dem Wettbewerb teilzunehmen und stieß damit bei ihren Schülern auf große Begeisterung. Ein Teil der Vorbereitung findet im Unterricht statt, ein Teil in freiwilligen Arbeitsgruppen außerhalb der Schulzeit.
Drehbuchautor Wolf erklärte, dass es Ziel des Wettbewerbs sei, dass die Schüler sich stärker mit dem Medium Film auseinandersetzten. „Der richtige Umgang mit Medien wird immer wichtiger“, sagte Wolf. Doch im normalen Lehrplan sei dafür meist kein Platz.
Das diesjähriges Thema ist „Helden von nebenan“. „Die Schüler sollen dadurch sensibilisiert werden, dass es nicht nur Helden im Fernsehen gibt, sondern viele kleine Helden um uns herum“, so Wolf.
Schülerin Apollonia findet es super, dass sie bei dem Wettbewerb mitmachen. „Das ist eine Riesen-Chance, einen richtigen Film mit einem richtigen Regisseur zu drehen“, freute sie sich. Bisher habe sie Filme nur mit dem Handy gemacht. Auch Schülerin Leonie ist überzeugt, dass sie bei dem Projekt eine Menge lernen wird. „Wann hat man sonst die Chance zu lernen, wie Filme wirklich gemacht werden?“.
Bis zum 31. Dezember müssen die Kurzfilm eingereicht werden. Mitmachen können alle 9. und 10. Klassen in Niedersachsen – auch jetzt noch. Zu gewinnen gibt es eine Reise zur Berlinale, dem internationalen Filmfest in Berlin.
Der anonyme Wohltäter spendete insgesamt über 100 000 Euro. Meistens legte er das Geld zusammen mit einem Artikel der Braunschweiger Zeitung in einen weißen Briefumschlag. Damit wies er darauf hin, wofür das Geld verwendet werden sollte. Er unterstützte dadurch zum Beispiel die Arbeit der Opferhilfe, den Erhalt der Dioramen im Naturhistorischen Museum oder die Tafel.
Privatpersonen wie einer Klasse Grundschülern aus Braunschweigs englischer Partnerstadt Bath oder dem argentinischen Jungen Pablo ermöglichte er mit seiner Spende sich einen Traum zu erfüllen. Der anonyme Geldsegen sorgte für internationales Aufsehen und Medieninteresse.



