Sanierung der Leonhardstraße soll im März beginnen
Braunschweig Rund 250 Bürger machten sich auf einer Info-Veranstaltung über die im März beginnende Sanierung schlau.
Anwohner, Geschäftsleute, Schüler, Stadtbahnnutzer – von der bevorstehenden Sanierung des westlichen Teils der Leonhardstraße sind viele Menschen betroffen. Wohl auch aus diesem Grund kamen rund 250 Besucher zu einer Informationsveranstaltung von Verwaltung und Verkehrs-AG in die Aula des Wilhelm-Gymnasiums.
Von Mitte März bis voraussichtlich Ende des Jahres soll die Leonhardstraße zwischen Okerbrücke und Gerstäckerstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Im Zuge der Sanierung werden dann sowohl Versorgungsträger ihre Leitungen als auch die Verkehrs-AG ihre Stadtbahngleise erneuern. Die Stadt wird die Straße in Asphaltbauweise, die Gehwege mit neuem Plattenbelag und Pkw-Stellplätze aus Natursteinpflaster bauen.
Zudem ist eine Neuordnung des Verkehrsraums vorgesehen. Trotz des engen Straßenquerschnitts werden dabei vor allem Radfahrer profitieren. Diese sollen nach der Sanierung beidseitig separate Radfahrstreifen nutzen können.
Aufgrund der umfangreichen Sanierungsarbeiten soll in zwei Bauabschnitten gleichzeitig gearbeitet werden. Der Anliegerverkehr soll über eine rund 3,50 Meter breite Fläche im Baustellenbereich geführt werden.
Mathias John von der Berufsfeuerwehr appellierte an die Besucher der Info-Veranstaltung, die Parkordnung während der Bauphase einzuhalten. Andernfalls könnte im Brandfall der Rettungsweg versperrt sein.
Einige Anwohner machten ihrem Ärger über die Sanierung Luft. Die Anzahl der Fragen aus dem Publikum war groß. Hier eine Auswahl mit den vor Ort gegebenen Antworten:
Wird es eine dauerhafte Lärmbelästigung für Anwohner geben?
Gearbeitet werden soll werktags ab 7 Uhr bis maximal 18 Uhr. Wie intensiv der Samstag als Arbeitstag genutzt wird, hängt vom Fortschritt der Arbeiten ab.
Wurde an die Abiturprüfungen an den beiden Gymnasien gedacht?
Mit Wilhelm-Gymnasium und Gauß-Schule sollen Gespräche geführt worden sein. Die Arbeiten können während der Prüfungen aber nicht unterbrochen werden. Im Wilhelm-Gymnasium sollen die Prüfungen in Räume auf der von der Straße abgewandten Seite verlegt werden.
Wird die Gas-, Strom- oder Wasserversorgung zeitweise unterbrochen?
Grundsätzlich ist damit nicht zu rechnen. Planmäßige Unterbrechungen werden angekündigt.
Wird die 3,50 Meter breite Baustellendurchfahrt Einbahnstraße?
Nein, der Anliegerverkehr soll in beide Richtungen rollen. Hier gilt die Regel: Fahren auf Sicht.
Wird es Ersatzparkplätze geben?
Ja. Für die während der Bauphase nicht nutzbaren Stellflächen werden ersatzweise im Magnitorwall sowie in der Ottmerstraße Parkmöglichkeiten angeboten.
Fahren die Stadtbahnlinien 4 und 5 trotzdem so weiter?
Nein. Während der Bauphase ist der Stadtbahnverkehr auf der Leonhardstraße unterbrochen. Die Linien werden über die Kurt-Schumacher-Straße umgeleitet.
Wird es einen Ersatz für die Haltestelle Bertramstraße geben?
Nein, da die vielen Grundstückseinfahrten eine Verlegung unmöglich machen. Der Abstand zwischen den verbliebenen Haltestellen wird als zumutbar angesehen.
Werden Flüsterschienen verlegt?
Die Fahrgeräusche der Stadtbahn sollen nach der Sanierung aufgrund einer hochelastischen Gleislegung geringer sein.



