Reizgas-Attacke in der Disco – 25 Menschen betroffen
Braunschweig Kurz vor 4 Uhr brach in der Neujahrsnacht in der Braunschweiger Diskothek „Dax“ in der Küchenstraße das Chaos aus – Am Ende gab es sechs Verletzte und Lob für die Helfer.
Spektakulärer Großeinsatz für Feuerwehr und Polizei in der Silvesternacht kurz vor 4 Uhr: In der Discothek „Dax“ in der Küchenstraße gab es eine schwere Reizgas-Attacke, vermutlich Pfefferspray, durch unbekannte Täter.
25 Menschen waren betroffen und litten zum Teil unter schwerer Atemnot. Zwar besserte sich bei vielen der Zustand schnell, doch blieben am Ende noch sechs Verletzte, die ins Krankenhaus gebracht werden und dort zunächst bleiben mussten. Lebensgefahr habe in keinem Fall bestanden, so die Polizei.
Am Neujahrsmorgen hatte die Polizei keine Verdächtigen. Vom Verursacher der Reizgas-Attacke fehlt noch jede Spur. Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen gefährlicher Körperverletzung ein. Es ist bislang ebenfalls noch nicht bekannt, ob das Reizgas gezielt oder durch fahrlässiges Hantieren damit versprüht wurde. Auch der Behälter selbst konnte noch nicht gefunden werden.
Mehrere Rettungswagen, Notärzte – auch aus Salzgitter – und Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge waren um 3:51 Uhr alarmiert worden und in die Küchenstraße ausgerückt. Dort bot sich zunächst ein chaotisches Bild. Nachdem die von der Reizgas-Attacke Betroffenen zunächst ins benachbarte Mövenpick-Hotel gebracht worden waren und vom Rettungsdienst versorgt wurden, besserte sich bei den meisten schnell das Befinden. Die Feuerwehr Braunschweig lobt ausdrücklich die gute Unterstützung, die sie von Mitarbeitern des Mövenpick-Hotels und der betroffenen Discothek erhielt.
Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen, so die Polizei, ist das Reizgas in einem Raucherraum des Lokals freigesetzt worden. Es hat sich dann über das Belüftungssystem in der gesamten Discothek verbreitet. Nach der Überprüfung des Belüftungssystems durch die Feuerwehr konnte die Silvesterparty laut Polizei ohne weitere Zwischenfälle fortgesetzt werden.
Hinweise nimmt das Polizeikommissariat Mitte unter der Rufnummer 0531/476 3115 entgegen.

