Radfahrerfreundlichkeit – Braunschweig hat stark aufgeholt
Braunschweig Braunschweig wurde in Berlin im Bundesverkehrsministerium ausgezeichnet – die Stadt ist beim Klima für Radfahrer zweitbester Aufholer in Deutschland
BRAUNSCHWEIG. Braunschweig ist auf dem richtigen Weg, Radfahrer und Radverkehr zu fördern. Gestern wurde die Stadtverwaltung dafür ausgezeichnet.
Im Bundesverkehrsministerium Berlin nahm Oberbürgermeister Gert Hoffmann eine Urkunde entgegen. Damit wurden Braunschweigs Anstrengungen gewürdigt, die Fahrradfreundlichkeit in der Stadt zu erhöhen.
1200 Radfahrer der Stadt gaben ihr Urteil ab
Grundlage der Entscheidung war der sogenannte Fahrradklima-Test des Radfahrerclubs ADFC. 80 000 Radfahrer hatten in diesem bundesweiten Test die Fahrradfahrer-Freundlichkeit ihrer Kommune bewertet. In Braunschweig, so berichtete ADFC-Vorsitzender Sven Wöhler, hätten sich 1200 Radfahrer an dieser Umfrage beteiligt.
Es ist der zweite Test dieser Art. Im Vergleich zum Jahr 2005 gelang es in der Kategorie „Gemeinde mit mehr als 200 000 Einwohnern“ nur acht Städten, sich zu verbessern. Braunschweig gehört dazu und landete hinter Karlsruhe und vor Frankfurt am Main auf Platz 2.
In der Gesamtwertung liegt Braunschweig auf Platz 19 von 38 untersuchten Städten. Diese Kategorie des Städte-Vergleichs führt Münster an. Münster ist allerdings auch die Stadt, die im Vergleich mit den Ergebnissen des Tests im Jahr 2005 die größten Rückgänge in der Zufriedenheit der Radfahrer hat hinnehmen müssen.
ADFC: Schöne Geste des Oberbürgermeisters
Oberbürgermeister Hoffmann meinte in einer Mitteilung: „Es hat sich ausgezahlt, dass wir finanzielle Anstrengungen unternommen und zahlreiche Projekte vorangebracht haben. Der Anteil des Radverkehrs am gesamten Verkehrsgeschehen liegt nun bei 21 Prozent und hat sich damit in den letzten 15 Jahren um 50 Prozent erhöht.“
Hoffmann ergänzte: „Wir fördern den Radverkehr, da Radfahren nicht nur ein Beitrag zum Klimaschutz ist, sondern auch zur Gesundheitsförderung jedes Einzelnen.“
Dass der Oberbürgermeister nach Berlin gefahren war, um die Auszeichnung entgegenzunehmen, bezeichnet Wöhler als „schöne Geste. Sie unterstreicht die Bedeutung, die das Thema hat.“
