Polizei sieht Partie gegen Hertha gelassen entgegen
Braunschweig Die Polizei erwartet keinen Ärger mit Fans am Rande des Zweitliga-Spitzenspiels Eintracht gegen Hertha BSC am Samstag.
Eintracht Braunschweig gegen Hertha BSC – das Top-Spiel der 2. Fußball-Bundesliga am Samstag ist ausverkauft. Die Polizei erwartet 2000 Gäste-Fans. Die Frage ist: Gibt es erneut Probleme wie beim Spiel gegen Bochum? Die Polizei sagt: Nein! „Wir haben keinerlei Hinweise, dass es am Samstag Ärger geben könnte“, sagt Sprecher Joachim Grande.
Das weiß man über die Gäste-Fans
Die Berliner Fans seien über ihren Fan-Beauftragten informiert worden, wie es in Braunschweig ablaufen wird, wenn sie am Bahnhof eintreffen: dass sie mit 10 Shuttle-Bussen der Verkehrs-AG sicher zum Stadion gefahren werden.
Auch Eintracht-Sprecherin Miriam Herzberg sieht dem Spitzenspiel ähnlich entspannt entgegen. „Wir bereiten uns auf das Spiel vor wie auf jedes andere.“
Gefürchtet waren die Hertha-Fans in den 60er und 70er-Jahren, als die sogenannten Hertha-Frösche auch in Braunschweig für Randale sorgten. Die Zeiten sind vorbei. Seit rund zehn Jahren existiert die gewaltbereite Gruppierung nicht mehr.
Was ist mit den Eintracht-Ultras?
Nach der Bochum-Partie am 6. Oktober hatte es Zwischenfälle mit Eintracht-Fans gegeben, die sich von den Ultras auf einer umstrittenen Internet-Seite zu unrecht als rechtsradikal diffamiert fühlten (wir berichteten). Nach dem Spiel sollte diese Angelegenheit vor dem Stadion geklärt werden. Dazu kam es nicht. Die Ultras, die in Block 15 die Partie verfolgt hatten, wurden von der Polizei aus dem Stadion chauffiert.
Ob am Samstag erneut Ultras in Block 15 auftauchen werden, könne man vorab nicht sagen, sagt Uwe Schmiedt, Leiter des für die Sicherheit rund ums Stadion zuständigen Polizeikommissariats Nord. Denn schließlich könne sich jeder Fan Karten für diesen Block kaufen und das Spiel anschauen – solange er sich an die Regeln hält.
Und auch das behauptete Nazi-Problem unter den Eintracht-Fans gebe es ganz eindeutig nicht, stellt Joachim Grande klar. „Polizei und Staatsschutz haben keinerlei Erkenntnisse.“ Richtig sei, dass zwei Ordner, wie im Internet behauptet, früher in rechtsradikalen Kreisen verkehrt hätten. „Aber das ist schon lange, seit 2009, nicht mehr der Fall.“ Ein Ordner habe Strafanzeige wegen Verleumdung gestellt.



