Neuer Plan: Weniger Haltestellen für das Schadstoffmobil
Braunschweig Neue Überlegungen für das Schadstoffmobil: Die Zahl der Haltestellen soll nach Informationen unserer Zeitung von 58 auf wohl 19 reduziert werden.
Der Plan sieht allerdings auch vor: Häufiger als bisher soll das Schadstoffmobil seine Runden drehen und länger als bisher an den Sammelstellen Station machen.
Der Rat hatte vorige Woche mit Mehrheit den CDU-Antrag entsorgt, die kostenlose Abholung gefährlicher Abfälle in den Stadtteilen gänzlich abzuschaffen und durch ein sogenanntes Bringsystem zu ersetzen. Wiederverwertet werden soll zumindest der Vorschlag, auf dem Alba-Betriebshof an der Frankfurter Straße eine zweite Sammelstelle neben der bereits bestehenden in Watenbüttel einzurichten – mit erweiterten Öffnungszeiten an beiden Standorten.
Das gemeinsam von Stadtverwaltung und Entsorger Alba ausgearbeitete Konzept soll Anfang des nächsten Monats den Ratspolitikern vorgelegt werden. Der Rat soll am 20. November entscheiden.
Wie es heißt, soll es künftig pro Stadtbezirk nur noch eine zentrale Haltestelle geben – gut erreichbar, gut einsehbar, gut von der Bevölkerung frequentiert. Diese soll den Überlegungen zufolge künftig alle drei Wochen angefahren werden. Zurzeit rotiert das Schadstoffmobil in Vier-Wochen-Intervallen durch das Stadtgebiet. Zudem ist daran gedacht, die Standzeiten an den Haltestellen von gegenwärtig einer halben Stunde auf künftig zwei Stunden auszudehnen.
Zwei Ziele stehen laut Alba hinter den Überlegungen: mehr Schadstoffe einsammeln und zugleich die Menge illegal entsorgter Sonderabfalls reduzieren, auch um mögliche Gefahren durch herrenlosen Sondermüll am Straßenrand für Kinder zu senken.
Die längeren Standzeiten, die bewusste Auswahl publikumsträchtiger Haltestellen, die Einrichtung einer zweiten Annahmestelle und die Ausweitung der Öffnungszeiten sollen dies ermöglichen, meint Holger Horn, Leiter der Logistik bei Alba. Er glaubt an den Erfolg, wenngleich das neue Konzept auch mehr Eigeninitiative der Bürger verlangt.

