Neuer Antrag: Hilfe für alle Anwohner von Stibiox
Braunschweig Die Stadt soll alle Stibiox-Opfer in Gliesmarode und Querum finanziell unterstützen. Das fordern SPD, Grünen und BIBS im dortigen Bezirksrat.
Der Antrag sieht vor:
•Das Angebot der Stadt, kostenlos die Bodenbelastung mit giftigem Antimon auf Anwohnergrundstücken zu messen, soll auf weitere Gebiete ausgedehnt werden. Auf Springkamp, Max-Planck-Straße, Fischerkamp-Siedlung, Moorhüttenweg sowie die Kleingärten Holzmoor und Moorhütte. Wer Boden untersuchen lässt, soll eine Beratung erhalten.
• Wer dort Hochbeete anlegen oder den Boden austauschen müsste und will, soll finanzielle Hilfe erhalten. Hilfe für Haushalte mit Kindern soll Priorität haben und sofort erfolgen.
•Die Ergebnisse der Messwerte sollen veröffentlicht werden. Allerdings in anonymisierter Form.
•Falls noch nicht erfolgt, sollen zusätzliche Grundwasser-Untersuchungen im Stibiox-Gebiet und im Einzugsgebiet des Wasserwerks Bienroder Weg erfolgen.
• Die Anlieger sollen Klarheit erhalten, in welchem Umfang Früchte das giftige Antimon aufnehmen. Darum sollen Anwohner aus belasteten Gebieten die kostenlose Möglichkeit erhalten, auch ihre Gartenfrüchte untersuchen zu lassen.
• Die beste Vorgehensweise soll zwischen Bezirksrat, Fachverwaltung und Vertretern der Anwohner abgestimmt werden.
Da die drei Parteien im Bezirksrat die Mehrheit bilden, gilt die Annahme des Dringlichkeitsantrags als sicher. Die CDU, die einen eigenen Dringlichkeitsantrag gestellt hat, will sich mit den drei Parteien abstimmen, damit der Bezirksrat zu einem einstimmigen Votum kommt.



