Mieten in Top-Lagen steigen um 15 Prozent
2010-05-26T22:00:00+0200Prognose für 12 Monate – Immobilien-Kompass: Wenn Häuser kaufen, dann jetzt
Wenn in Braunschweig kaufen, dann jetzt – so lautet die Empfehlung von Braunschweiger Immobilien-Maklern in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift Capital. Ihre Begründung: Die Mieten werden in den nächsten 12 Monaten zwischen 2 und 15 Prozent steigen.
Zu diesem Fazit gelangten Makler der Firmen Volksbank Brawo, LBS, Rühland, Teckentrup, Jo. Wolter und Das Immobilienhaus.
Mieten können danach in absoluten Top-Lagen, nach schwächerem Anstieg der vergangenen eineinhalb Jahre, bis 15 Prozent steigen.
Im Schnitt, heißt es weiter, werden Mieter 2 bis 5 Prozent mehr zahlen müssen.
Deshalb sei jetzt der ideale Zeitpunkt, um Wohneigentum als Renditeobjekt zu erwerben. Die Nachfrage sei momentan, vor dem Hintergrund inflationärer Vorahnungen, groß. Wie berichtet, gilt dies vor allem für Einfamilienhäuser.
330 000 Euro für eine Eigentumswohnung
Doch auch Wohnungen sind interessant. In Top-Lagen (Wall, Zuckerberg, Östlicher Ring, Malerviertel) werden zwischen 1500 und 3300 Euro je Quadratmeter gezahlt.
Als "Absteiger" nennen Makler Mascherode, Kanzlerfeld, Hondelage und Waggum, vereinzelt taucht auch der Zuckerberg auf. In Stöckheim und Melverode blieben die Preise hingegen stabil.
Der Immobilien-Kompass beschäftigt sich auch mit der Entwicklung der Mieten in Braunschweig. Diese liegen in Top-Lagen zwischen 6 und 10 Euro.
Zu den Gründen dafür, warum die Braunschweiger Mieten steigen werden, erklärt Miet-Experte Markus Wunderling von Jo. Wolter Immobilien: Es gebe viele Eigentümer von Mietwohnungen, die in jüngster Zeit erheblich investiert hätten. Und das nicht ohne Grund: Zwar gelte das alte "Immobilien-Einmaleins" Lage, Lage, Lage ungebrochen. Und so zahle man im Östlichen Ring, unabhängig von der Qualität der Wohnung, stets 2 Euro mehr. "Die Höhe der zu erzielenden Miete steht und fällt aber letztlich mit der Qualität der Bäder oder dem Vorhandensein von Balkonen."
Der Trend zum Balkon zeige sich besonders deutlich z.B. in Viewegs Garten. "Da sieht man neuerdings immer mehr Stahlgerüste an den Häusern, die nicht älter als 5 bis 6 Jahre sind."
Ohne Balkon sei ein Haus schwer zu vermieten. "Selbst am Wilhelminischen Wall kriegt man zum Beispiel eine 150 Quadratmeter-Wohnung mit 4 Zimmern ohne Balkon nur schwer an den Mann."


