Medizintechniker belegten 1. Platz beim Gründerpreis
Braunschweig Zum zweiten Mal zeichneten die Braunschweig Zukunft GmbH und die Landessparkasse innovative Jungunternehmer mit dem Gründerpreis Braunschweig aus.
Joachim Roth fasste es in einem Satz zusammen: „Wir wollen jungen Menschen Mut machen, selbständig zu handeln.“ Das ist das Ziel des Gründerpreises Braunschweig, der am Donnerstagabend in einem Festakt zum zweiten Mal vergeben wurde.
Er wird von der Braunschweig Zukunft GmbH, deren Geschäftsführer Joachim Roth ist, gemeinsam mit der Braunschweigischen Landessparkasse ausgelobt. Aller zwei Jahre werden herausragende junge Firmen gesucht, die Vorbild für andere sein können.
Eine Idee allein reiche heute nicht mehr. Verlangt werde „eine Unternehmerpersönlichkeit mit der Einstellung, in bestehenden Strukturen etwas Neues zu wagen“, sagte der neue Firmenkunden-Chef der Landessparkasse, Ingo Lippmann, als er die Teilnehmer im Ottmerbau „Alter Bahnhof“ begrüßte.
Den Festakt moderierte Claudia Gorille (NDR). Den Festvortrag hielt Christian Krumrey. Der heute 39-Jährige hatte 2010 bei der ersten Preisvergabe den ersten Platz belegt. Er sagte: „Ein Unternehmer muss Leidenschaft entwickeln. Er muss ein Brennen in den Augen haben.“ Er müsse einen langen Atem haben und bereit sein, gegen den Strom zu schwimmen.
Krumrey betreibt die Fleetfriend Service GmbH, die im Bereich Fuhrparkverwaltung und Schadensmanagement für Werkstätten und Fahrzeugflotten tätig ist. Er habe, so berichtete er, für seine Kunden eine Software entwickelt und betreibe auch eine Kanzlei.
Für den Gründerpreis Braunschweig 2012 hatte die Landessparkasse die Preisgelder auf nunmehr insgesamt 10 000 Euro verdoppelt. Die Jury unter der Leitung von Anke Kamrath (Landessparkasse) hat alle Bewerbungen eingehend geprüft, davon 15 für das Verfahren zugelassen. Am Donnerstag wurden sieben Preisträger ausgezeichnet.
Den ersten Platz belegten Henning Böge (30 Jahre alt) und Martin Oehler (33). Sie betreiben im Technologiepark am Rebenring die Capical GmbH (Branche: Medizintechnik). Diese Gründer seien „echte Visionäre“, sagte Joachim Roth, als er ihnen 5000 Euro und das Symbol des Gründerpreises – einen weißen Burglöwen – übergab. Böge und Oehler haben ein neuartiges EKG-Gerät entwickelt, das eine direkte Messung ohne Verkabelung ermöglicht.
Den zweiten Preis und damit 3000 Euro erhielt Nils Hellrung, der mit 13 Mitarbeitern in seiner Symeda GmbH die Vernetzung von Gesundheitsdienstleistungen vor allem in ländlichen Regionen vorantreibt.
Der mit je 1000 Euro dotierte dritte Preis ging an die Buchbinderei Codex Buch & Broschur OHG (Inhaber: André Broders und Stefan Gallus), die hochwertige Bücherkataloge herstellt, sowie an Niels und Sabine Brüggemann, die seit 2010 eine Praxis für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie betreiben.



