Matrose stirbt nach Sturz ins Hafenbecken in Braunschweig
Braunschweig Ein 28-jähriger Matrose ist an den Folgen eines Sturzes in das Braunschweiger Hafenbecken gestorben. Die Unfallursache ist noch unklar.
Der junge Mann starb nach Angaben der Polizeidirektion Braunschweig am Sonntagnachmittag in einem Krankenhaus der Stadt. Wie die Feuerwehr Braunschweig mitteilt, wurde sie am Sonntag um 5.51 Uhr vom Kapitän des polnischen Schubverbandes alarmiert. Der Matrose war kurz nach dem Ablegen, als das Schiff gerade in den Mittellandkanal einbog, über Bord gefallen und trieb mehrere Minuten leblos im Hafenbecken, ehe der Kapitän den Unfall bemerkte. Noch vor dem Eintreffen der ersten Rettungskräfte gelang es Besatzungsmitgliedern des Schiffes, den 28-Jährigen aus dem Wasser an Bord zu ziehen und Erste Hilfe zu leisten.
Die Rettungskräfte setzten die Wiederbelebungsmaßnahmen fort. Vor Ort waren der Wasserrettungszug der Feuerwehr Braunschweig, die Ortsfeuerwehr Veltenhof, die Tauchergruppe der DLRG, ein Notarzt und mehrere Rettungswagen. Der Notarzt und die Sanitäter bemühten sich unentwegt über insgesamt fast 90 Minuten bis zur Übergabe im Krankenhaus, den stark unterkühlten Mann wiederzubeleben.
Auch der Transport des Matrosen in den Rettungswagen gestaltete sich schwierig: Unter ständigen Wiederbelebungsmaßnahmen mussten Feuerwehrleute der Berufswehr sowie der Ortswehr Veltenhof den Mann in einer speziellen Trage aufwändig über Leitern vom Schiff tragen.
Neben dem Verletzten betreuten die Rettungskräfte auch den Kapitän sowie ein anderes Besatzungsmitglied, die durch das Geschehen erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Um die polnische Besatzung befragen zu können, zog die Polizei einen Dolmetscher hinzu.
Schon beim Eintreffen in der Klinik war der Zustand des Matrosen lebensbedrohlich. Am Sonntagvormittag beschrieb ein Sprecher der Feuerwehr Braunschweig den Zustand als "sehr, sehr kritisch". Die Ursache des Unfalls ist noch unbekannt. Die Polizei ermittelt. red/dpa
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