Kandidaten zur Landtagswahl – Hanne Burmester (Die Linke)
Braunschweig Zur Landtagswahl stellen wir Braunschweigs Kandidaten vor. Wir haben sie Halbsätze vollenden lassen und ihnen Fragen zur politischen Lage gestellt.
Auf den Punkt gebracht
Wenn ich für einen Tag politisch freie Hand hätte, würde ich für Braunschweig entscheiden,…
dass die Bezahlung bei von der Stadt vergebenen Aufträgen nicht unter zehn Euro Mindestlohn liegt und dass die Anwendung der Hartz-Gesetze in Braunschweig zugunsten der Betroffenen verändert wird.
Im Jahr 2030 zeichnet sich Braunschweig aus durch…
den ÖPNV, der so gestärkt wurde, dass jeder zu jeder Zeit und zu erschwinglichen Preisen dahin kommt, wohin er will – und dadurch, dass es keine Kinderarmut mehr gibt.
Im Jahr 2030 hat Braunschweig die größten Probleme mit…
den finanziellen Folgen der PPP-Projekte.
Die Bürger könnte man besser in politische Entscheidungen einbinden, indem man…
mehr Entscheidungen in die Stadtbezirke gibt und indem man schrittweise einen Bürgerhaushalt einführt.
Mein größter politischer Erfolg…
wird sicherlich im nächsten Jahr ein Theaterstück zum Gedenkjahr 1913 über Minna Faßhauer, die die erste deutsche Bildungsministerin war und in Braunschweig die Schulpflicht eingeführt hat.
Meine Fehlentscheidung, die mich am meisten ärgert…
dass ich früher einmal die Grünen gewählt habe.
Facebook und andere soziale Netzwerke im Internet sind für mich…
Teil meiner Lebenswelt und Teil der gesellschafts- und bildungspolitischen Arbeit bei der Linken, die sich um Themen wie Netzneutralität, Datenschutz und Steigerung der Internetkompetenz gerade bei Kindern und Jugendlichen kümmert.
Was ich schon immer einmal machen wollte…
Bundeskanzlerin zu werden, ohne dafür die Partei zu wechseln.
Mein politisches Vorbild…
ist Hannah Ahrendt.
In einem Satz
Was halten Sie vom Mindestlohn?
Der muss schnellstmöglich kommen in einer Höhe, dass jeder von seiner Arbeit leben kann und am Ende auch eine Rente herauskommt, von der man leben kann.
Brauchen wir eine Frauenquote?
Ja und zwar so lange, bis nicht nur in Aufsichtsräten, sondern in allen Bereichen von Wirtschaft, Verwaltung und Politik mindestens 50 Prozent Frauen berücksichtigt sind.
Darf der Staat Schulden machen?
Der Staat ist kein Betrieb, sondern hat Aufgaben für die gesamte Gesellschaft – und wenn es zu deren Erfüllung notwendig ist, dann muss er auch die dafür nötigen Schulden machen dürfen.
Wie kann unser Bildungssystem besser werden?
Indem länger gemeinsam gelernt wird an einer Schule für alle mit Abitur nach 13 Jahren und einer deutlich verbesserten Durchlässigkeit vor allem nach oben.
Gibt es 2015 eine Region Braunschweig?
Das sollten die Bürgerinnen und Bürger entscheiden.
Sind Studiengebühren sinnvoll?
Nein, die gehören abgeschafft, weil sie die Benachteiligten in der Gesellschaft insbesondere Kinder aus Arbeiter- und Angestelltenfamilien und aus Familien mit Bezug von Hartz IV dabei behindern, sich entsprechend ihren Fähigkeiten weiterzubilden.
Zur Person
Alter: 34
Erlernter Beruf: Dramaturgin
Familienstand: verheiratet, ein Kind
Politische Funktionen: Schatzmeisterin Die Linke in Braunschweig
Ehrenämter: Vorstand Elterninitiative Kinderstall e.V.
Hobbys: Politik
Wahlkreis: BS-Nord
