Keine andere Großstadt im Norden ist sicherer
2010-05-21T22:00:00+0200Kriminalitätsstatistik des Bundes – Braunschweigs Polizei überdurchschnittlich gut
Erfolgreicher ermittelten einzig die Erfurter. In keiner anderen deutschen Großstadt sonst ist es der Polizei im Vorjahr gelungen, die Zahl der Straftaten so stark zu drücken und zugleich die Aufklärungsquote so schwungvoll zu steigern wie in Braunschweig.
Den Ruf als sicherste Stadt des Nordens hat Braunschweig nach der neuesten Statistik des Bundesinnenministeriums weiter gefestigt. Die Wahrscheinlichkeit, zum Beispiel in Hannover Opfer einer Straftat zu werden, ist eineinhalb mal so hoch wie in Braunschweig.
Im Vergleich der Aufklärungsquoten zählen die Braunschweiger Beamten erstmals zur Gruppe der zehn besten bundesweit. In nahezu allen Kriminalitätsfeldern ermittelten die Polizisten diesseits der Stadtgrenzen erfolgreicher als der Durchschnitt.
Bei Sachbeschädigung und Raub lösten sie so viele Fälle, dass es gar zu Rang zwei beziehungsweise Rang fünf in der Gegenüberstellung der Bilanzen aller 38 Städte mit mehr als 200 000 Einwohnern reichte.
Für Kripo-Chef Ulf Küch kommt das nicht überraschend: "Bei Sachbeschädigung und Raub haben wir unsere Ermittlungen gerade in der Innenstadt gezielt darauf umgestellt. Wir haben es geschafft, die zivilen Fahnder noch schneller mit Informationen zu versorgen, so dass sie effektiver arbeiten können."
Sachbeschädigung und Raub, für Küch sind das verwandte Formen der Kriminalität. "Wir haben es in beiden Bereichen mit fast der gleichen Klientel zu tun. Zumeist sind es Gruppen Alkoholisierter, die durch die Straßen ziehen. Immer wieder die gleichen."
Zerstörungswut sei in diesen Fällen die erste Folge der Enthemmung, im zweiten Schritt wende sich die Gewaltentladung dann gegen Menschen. "In Braunschweig kann man aber abends weitgehend risikofrei auf die Straße gehen. Die Gefahr für Straftäter ist groß, von der Polizei erwischt zu werden", sagt der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes. "Repression ist hier das beste Mittel zur Prävention."
Ein knappes Dutzend der polizeibekannten Gewohnheitstäter sei in den letzten zwei Jahren gefasst und zu Haftstrafen verurteilt worden. Das schlage sich jetzt auch in der Statistik nieder.
Oberbürgermeister Gert Hoffmann erklärte: "Es freut mich, dass unsere Stadt noch sicherer geworden ist. Nur eine Stadt, deren Bewohner sich sicher fühlen, bietet Lebensqualität." Anteil daran habe neben der Polizei auch der zentrale Ordnungsdienstes der Stadt.
Polizeipräsident Harry Döring deutete das Braunschweiger Abschneiden im Bundesvergleich "als Beleg für die professionelle und erfolgreiche Arbeit der Polizei".


