Guter Service für alle Generationen
Braunschweig Braunschweig führt im Ranking für generationenfreundliches Einkaufen.
In diesem Städte-Ranking liegt Braunschweig niedersachsenweit deutlich an der Spitze. 81 Geschäfte wurden in der Löwenstadt zertifiziert und erhielten das Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“.
Gestern Abend übergaben Heiner Pott, Staatssekretär im Niedersächsischen Sozialministerium, und Sozialdezernent Ulrich Markurth in der Handwerkskammer symbolisch das Jubiläumszertifikat für die erfolgreiche Überprüfung von landesweit 1000 Einzelhandelsgeschäften. „Wer Hürden im Alltag abbaut, lädt jüngere und ältere Menschen gleichermaßen zur Teilhabe ein“, sagte Heiner Pott. Guter Service diene allen Generationen.
„Generationenfreundliches Einkaufen erhöht Teilhabechancen am gesellschaftlichen Leben und trägt somit wesentlich zur Lebensqualität im Quartier bei“, unterstrich Ulrich Markurth. Er sei allen ausgezeichneten Geschäften dankbar und hoffe auf weitere Nachahmer.
Das Qualitätszeichen „Generationenfreundliches Einkaufen“ wurde 2009 von der Landesinitiative Niedersachsen Generationengerechter Alltag (LINGA) gemeinsam mit dem Sozialministerium, dem Handelsverband Niedersachsen-Bremen und dem Landesseniorenrat Niedersachsen eingeführt. Getragen und entwickelt wurde es zudem vom Handelsverband Deutschland – Der Einzelhandel und der Bundesinitiative Wirtschaftsfaktor Alter.
„Das Zertifikat erhält nicht jeder“, betonte LINGA-Projektleiterin Delia Balzer. Die Geschäfte würden detailliert überprüft. „Die Seniorenbeiräte, die die Geschäfte prüfen, haben deshalb für uns eine wichtige Lupenfunktion“, so Balzer gestern Abend in der Handwerkskammer.
Der Braunschweiger Seniorenrat habe einen Löwenanteil an dem erfolgreichen Abschneiden der Stadt. Sechs ausgebildete Tester waren im vergangenen Jahr zunächst in Geschäften im Heidberg, dem Stadtteil mit dem höchsten Altersdurchschnitt, unterwegs. „Die Tests erfolgten nach einem bundeseinheitlichen Kriterienkatalog mit maximal 58 Kriterien“, erläuterte Günter Weinhausen, stellvertretender Vorsitzender des Seniorenrates.
Bewertet wurden nach Angaben von Weinhaus, der den Arbeitskreis „Generationenfreundliches Einkaufen“ des Seniorenrates leitet, u. a. die Erreichbarkeit der Geschäfte sowie die Breite der Gänge und der Platz an den Kassen. Service (kundenfreundliche Ansprache, Kundentoiletten sowie Hol- und Bringdienste) und Ladengestaltung ( Preisausschilderung und Sortimentsgestaltung) waren weitere Kriterien.
Die Besuche der ehrenamtlichen Tester des Seniorenrats, die in Zweierteams unterwegs waren, sind nach Auskunft von Delia Balzer den Geschäften angekündigt worden. „Allerdings wurde keine genaue, sondern nur eine ungefähre Uhrzeit angekündigt, und der Service sowie die Kundenfreundlichkeit wurden verdeckt ermittelt.“
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