Großkontrollen zu Karneval
2009-02-22T22:00:00+0100Polizei fahndete im gesamten Stadtgebiet nach Drogen- und Alkoholsündern
In der Nacht zum Sonnabend fanden in ganz Niedersachsen Alkohol- und Drogenkontrollen statt. In Braunschweig waren 40 Polizeibeamte dabei, die an wechselnden Kontrollorten sowie überwiegend mobilen Kontrollen nach Alkohol- und Drogensündern fahndeten. Einer der festen Standorte war die nördliche Stadtausfahrt, die Gifhorner Straße.
Das Ergebnis zeigte, dass die Mehrzahl der Fahrer in dieser Nacht diszipliniert war. 289 Fahrzeuge hatten die Beamten nach Angaben der Polizei kontrolliert. Die überwiegende Mehrzahl, 281 nämlich, waren Personenwagen. 71 dieser Wagen wurden von Fahrern gelenkt, die zwischen 18 und 25 Jahren alt sind. Bei 53 Alkoholtests und ein Drogentest wurde nur ein Alkoholsünder ermittelt. Der saß mit 0,5 Promille Blutalkohol am Steuer. Die Beamten stellten allerdings zehn weitere Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wegen anderer Delikte aus.
Alkoholsünder ermittelte die Polizei mit dem bekannten "Röhrchenpusten". Der sichere Nachweis des Konsums von Cannabis, Opiaten, Kokain, Amphetaminen und Designerdrogen wie Ecstasy und Speed gelinge inzwischen mit speziellen Schnelltestgeräten, erläutert die Polizei. Selbst Milliardstel Gramm von Drogen sind im Schweiß oder Speichel der Testperson bei einer Kontrolle sofort nachweisbar. Eine winzige Probe – abgetupft mit einem Filzstreifen – von der Oberfläche der Haut, der Zunge oder der Wangeninnenseite genügt. Bei einem positiven Ergebnis folgt eine Blutprobe.
Im Gegensatz zum Alkohol gibt es bei illegalen Drogen keine Grenzwerte. Schon der Nachweis geringster Mengen führt zu hohen Bußgeldern und dem sofortigen Entzug der Fahrerlaubnis. Eine richterliche Anordnung ist dazu nicht erforderlich, versichert die Polizei.


