Friedrich-Wilhelm-Platz – Autofahrer suchen sich eigene Wege
Braunschweig Seit Montag ist der Friedrich-Wilhelm-Platz Fußgängerzone. Doch fast niemand hält sich daran.
Autofahrer meiden, vom Altstadtmarkt kommend, die neue Strecke über die Südstraße und setzen sich über das Durchfahrtverbot am Bruchtor hinweg.
Das Friedrich-Wilhelm-Viertel hat eine neue Verkehrsführung. Folge: Die Verhältnisse dort sind momentan noch überaus chaotisch, denn auch in der Südstraße, deren Einbahnstraßen-Richtung umgedreht wurde, läuft längst nicht alles nach Plan: Immer wieder entstehen Gefahrensituationen, wenn Autofahrer, vom Gieseler kommend, die neue Verkehrsführung einfach ignorieren – und wie gewohnt weiter geradeaus fahren, Richtung Bruchtor.
Die neue Verkehrsführung überfordert offensichtlich einige Fahrer. Und es stellt sich die Frage: Hat die Stadt vorab ausreichend über die neue Verkehrsführung informiert?
Das sagt die Stadtverwaltung
Die Verwaltung ist der Auffassung, dass die Regelungen eindeutig genug seien. „Gut sichtbare Plantafeln und stilisierte Figuren eines Verkehrspolizisten machen die Autofahrer deutlich darauf aufmerksam, dass die Verkehrsregelung auf der Südstraße geändert wurde“, sagt Behörden-Sprecher Rainer Keunecke. Die Verwaltung sehe deshalb zurzeit keinen Anlass für weitere Maßnahmen. Die Verkehrsteilnehmer müssten sich erst auf die neue Regelung einstellen. Das sei normal. „Jede neue Verkehrsregelung muss sich erst einmal über einen längeren Zeitraum einspielen.“
Das sagt die Polizei
Die Polizei ist der gleichen Auffassung. Man beobachte die Entwicklung mit einer „angemessenen Karenzzeit“, so Polizei-Sprecher Wolfgang Klages und schreite vorerst dort nicht ein. Akuten Handlungsbedarf sehe die Polizei zurzeit nicht.
Darum wurde der Verkehr geändert
Die neue Verkehrsregelung soll der Verkehrsberuhigung des Friedrich-Wilhelm-Platzes und der Aufwertung des ganzen Viertels dienen. Der Planungs- und Umweltausschuss des Rates hatte am 2. Oktober diese Maßnahme beschlossen und für den Verkehr eine mehrwöchige Vorab-Testphase angeordnet. Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 2013.
