Freiwillige Feuerwehr kochte für Obdachlose
Braunschweig Auch die Bedürftigen der Stadt Braunschweig konnten Heiligabend etwas feiern. Die Feuerwehr hatte für sie am Theaterwall gekocht.
Iglu heißt die Betreuungsstelle für Obdachlose. Doch der Tagestreff von Wohnen & Beraten ist auch Anlaufstelle für andere Bedürftige der Stadt. Nur Heiligabend verwandelt sich der Treff in einen großen Speisesaal für 120 Besucher. Senioren sind dabei, aber auch viele Kinder.
„Auch die, die nur wenig haben, sollen Heiligabend etwas feiern können“, sagt Sozialarbeiterin Maren Schulz. Aus eigener Kraft kann das Iglu aber nicht leisten. Doch es gibt Unterstützer. An erster Stelle die Landfrauen. „Wir schaffen es zwar nicht mehr, für 120 Besucher zu kochen. Wir versuchen aber, das zu organisieren“, sagt Vorsitzende Parvin Hemmecke-Otte. Im vergangenen Jahr habe sich ein Fitness-Studio an den Kosten beteiligt. Dieses Jahr kochte die Freiwillige Feuerwehr Waggum.
Sauerkraut, Kartoffeln, Spanferkel – ein Festessen für 120 Personen, samt Nachschlag. „Eigentlich kein Problem“, sagt Dirk Sonnemann. Denn die Feuerwehr Waggum gehört auch dem Versorgungszug der Feuerwehr Braunschweig an und sorgt bei Einsätzen dafür, dass den Helfern nicht die Kräfte schwinden. Nach 90 Minuten können sie nach Alarmierung bis zu 250 Portionen austeilen.
Freilich kein Spanferkel. Das hatte Fleischer Willi Kleemann, Passiv-Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Waggum, beigesteuert und vorher stundenlang gebraten. Dank zweier Köche der Feuerwehr Innenstadt ging das Austeilen ruck zuck. Die Organisation des Festessens lief ab wie im Einsatz.
Das Essen war Beginn für besinnliche Stunden. Akkordeon-Musik, Geschenke von der St.-Heinrich-Gemeinde der Südstadt wurden ausgeteilt, Kaffee und Kuchen gab es außerdem – und die Gewissheit, nicht vergessen worden zu sein.



