Die alte Post am Bahnhof macht Platz für den Brawo-Park
Braunschweig Das Post-Areal am Braunschweiger Bahnhof verschwindet. Seit dieser Woche ächzen die Bagger, um Platz zu schaffen für das geplante Millionen-Projekt Brawo-Park.
Spätestens im Frühjahr wird das Gelände mit der Größe von zehn Fußballfeldern nahezu komplett von Hallen, Lagern und Bürogebäude geräumt sein. Der ehemalige Paketbahnhof der Post hat sich schon in ein paar Haufen Bauschutt und Altmetall aufgelöst. Wo die Züge einst auf den Gleisen in die große Halle rollten, lässt sich nur noch erahnen. Meter für Meter frisst sich die riesenhafte Hydraulikschere des Abrissbaggers jetzt durch ein widerspenstiges Geflecht aus Stahl und Beton ins Innerste der früheren Packhalle vor.
Startschuss für das zurzeit größte Bauprojekt in der Stadt. Die Volksbank Braunschweig-Volksbank investiert in den nächsten drei Jahren 110 Millionen Euro in ein Fachmarkt-Zentrum und ein Bürohaus. Die Hälfte der rund 12 500 Quadratmeter Bürofläche in dem schlanken 20-Stöcker sind laut Volksbank-Chef Jürgen Brinkmann mittlerweile vermietet. Für weitere 20 Millionen Euro baut die Steigenberger-Gruppe ein Intercity-Hotel mit 320 Betten auf dem Gelände.
Bis das erste Fundament für die Neubauten gelegt sein wird, vergehen allerdings noch Monate. Den Aufbruch will Volksbank-Chef Jürgen Brinkmann aber schon in den nächsten Wochen buchstäblich sichtbar machen.
Ab Januar soll die geplante großflächige Video-Installation in 60 Metern Höhe auf dem Dach der sogenannten Toblerone Einheimischen, Ankommenden und Durchreisenden ein einprägsames Braunschweig-Bild mit auf den Weg geben. Eine Jury werde in Kürze entscheiden, welche zwölf Beiträge von Studierenden und Jung-Absolventen der Hochschule für Bildende Künste im Wechsel auf die dreieckige Videowand projiziert werden sollen.
Mustergebend für das Projekt ist das Kulturzentrum „Dortmunder U“. Brinkmann sagt: „Wer künftig mit der Bahn durch unsere Stadt fährt, der wird sich merken, wo Braunschweig ist.“
In Fachkreisen habe der Brawo-Park schon jetzt ungeahnte Aufmerksamkeit erzeugt. Brinkmann berichtet von Anfragen zahlreicher Investoren und Projektentwickler, die auf den Millionen-Plänen für das Bahnhofsquartier gründeten. „So viele, dass wir das gar nicht alles bewältigen könnten, selbst wenn wir wollten“, so Brinkmann.
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