Baumängel – Wird „Wasserwelt“ teurer als 26 Millionen Euro?
Braunschweig Die am Freizeitbad „Wasserwelt“ festgestellten Baumängel sorgen Steuerzahler. Sie fragen: Wird das 26-Millionen-Projekt dadurch teurer als geplant?
Die Stadtbad GmbH wollte sich zu dieser Frage am Dienstag nicht äußern. Ein leitender Mitarbeiter kündigte eine Stellungnahme für kommenden Montag an. Auch der Aufsichtsrat der Stadtbad GmbH äußerte sich nicht. Man werde sich in der kommenden Woche mit dem Thema befassen, hieß es auf Anfrage unserer Zeitung. Zugleich widersprach der Stadtbad-Mitarbeiter der Darstellung, die undichte Betonschicht, durch die Grundwasser eindringt, befinde sich in dem abgebildeten Sportbecken. Tatsächlich sei der Fehler an anderer Stelle, im Sprungbecken, aufgetreten.
Bei den Baumängeln – auch undichte Lüftungsrohre im Erdreich waren festgestellt worden – handele es sich auch nicht um „massive“ Mängel. Es gebe keine massiven Probleme. Dass Baumängel auftreten, sei alltäglich. Niemand sei „in der Lage, mängelfrei zu bauen“.
Den betreffenden Baufirmen habe man, wie gesetzlich vorgesehen, eine Frist gesetzt, damit die festgestellten Mängel beseitigt werden können. Das sei im Fall der undichten Lüftungsrohre zwischenzeitlich geschehen, und auch bei der Bodenplatte im Springerbecken habe die Firma einen Fertigstellungstermin. Sie habe mit den Nachbesserungsarbeiten begonnen.
Zur Kritik von Lesern unserer Zeitung, man habe bei den öffentlichen Ausschreibungen möglicherweise zu niedrige Baukosten angesetzt und damit dafür gesorgt, dass nur Billig-Anbieter zum Zuge kommen konnten, wollte sich der Stadtbad-Mitarbeiter nicht äußern.
Für die Bauverzögerungen – man geht von drei Monaten aus – sei nicht die Stadtbad GmbH verantwortlich, sondern die ausführenden Baufirmen. Sie träfe auch die Haftung für alle etwaigen dadurch entstehenden Schäden.

