Aus für die Ost-Umfahrung des Flughafens
2011-12-27T18:56:05+0100Von Marc Rothermund
und Jörn Stachura
Schlechte Nachrichten für viele Waggumer und Bevenroder: Die Ostumfahrung des Flughafens kommt nach Angaben der Flughafengesellschaft definitiv nicht.
Das bedeutet: Der Verkehr fließt wohl dauerhaft durch Waggum. Und die Bevenroder müssen wohl dauerhaft einen drei Kilometer langen Umweg im Vergleich zum direkten Weg über die einstige Grasseler Straße zum Querumer Kreisel in Kauf nehmen.
Die Ost-Umfahrung galt lange als die Verkehrslösung für die Zeit nach der Verlängerung der Start- und Landebahn und der damit verbundenen Kappung der Grasseler Straße, die im Juni erfolgte. Auch der Rat der Stadt hatte sich mit großer Mehrheit für diese Lösung ausgesprochen. Allerdings: Das Oberverwaltungsgericht hatte gefordert, Alternativ-Lösungen zu prüfen. Es muss eine geben, denn die Ost-Umfahrung wird es, so die Flughafengesellschaft nicht geben. Die Begründung erläuterte Stadtrat Ulrich Stegemann.
"Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium hat uns mitgeteilt, dass der Planfeststellungsantrag zur Ostumfahrung wohl abgelehnt wird. Außerdem steht bei einem Bau der Ostumfahrung die gesamte Förderung des Flughafens in Höhe von 18 Millionen Euro infrage."
Grund, so Stegemann: "Gegenüber den ursprünglichen Planungen hat es umfangreiche Veränderungen gegeben. So umfangreich, dass bei einem Bau der Ostumfahrung die Förderfähigkeit insgesamt in großer Gefahr scheint." Einstimmig, bei einigen Enthaltungen, habe der neue Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft darum beschlossen, die Voraussetzung für den Bau eines beleuchteten Radweges um die Flughafenerweiterung herum zu schaffen.
Stegemann kündigte an, dass die Flughafengesellschaft demnächst einen Auftrag vergeben werde, Verkehrszählungen im West vorzunehmen. Ergebnisse könnten im April des Jahres 2012 vorliegen.


