Auftaktkonzert der Musikschultage
Braunschweig Die Schülerinnen Tabea Wink und Constanze Frappier wurden im Eröffnungskonzert mit dem Louis-Spohr-Jugendmusikförderpreis ausgezeichnet.
Ein Jahr ist vergangen und die Schüler der Städtischen Musikschule präsentieren wieder ihre musikalischen Fortschritte innerhalb der Musikschultage vom 17. bis 24. November. Das Eröffnungskonzert gestaltete das Jugend-Sinfonie-Orchester im gut, aber nicht voll besetzten großen Saal der Stadthalle. 2011 war das Publikums-Interesse deutlich größer.
Auftakt mit Komposition von Louis Spohr
Auf dem Programm stand nicht gerade leichtes Orchesterrepertoire. Leiter Knut Hartmann stellte an den Anfang ein Werk des in Braunschweig geborenen Komponisten Louis Spohr. Hartmann entlockte den jungen Musikern alle Schattierungen dieser romantischen Opern-Ouvertüre. Er motivierte die Musiker zu zarten lyrischen Momenten und ließ kraftvoll in den Blechbläserparts aufspielen. Das gipfelte in einem gewaltigen musikalischen Höllenfeuer.
Und dann folgte die Verleihung des mit 1000 Euro dotierten Louis-Spohr-Jugendmusikförderpreises an die talentierten Musikerinnen Tabea Wink (Blockflöte, 13 Jahre) und Constanze Frappier (Posaune, 16 Jahre), die beide an der Städtischen Musikschule Braunschweig Unterricht haben. Unter anderen sind sie sind beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit dem ersten Preis in der Kategorie „Blockflöte“ beziehungsweise „Posaune“ mit 25 Punkten ausgezeichnet worden.
Aus den Händen von Bürgermeisterin Cornelia Rohse-Paul erhielten beide Musikerinnen ihre Urkunden und die damit verbundenen jeweils 1000 Euro.
Dann folgte das Concertino für Posaune und Orchester des Violinvirtuosen und Komponisten Ferdinand David. Mit schönem, warmem Ton spielte Justus Reiff tadellos die in der Form klassische und im Stimmungsgehalt romantische Komposition. Schon im Orchestervorspiel beherrschte Reiff die typische Fanfare, die den ganzen Verlauf des Konzertes prägt. Der Ton Reiffs war dabei immer ganz dem Ideal gefühlvoller Sanglichkeit verpflichtet. Ohne Probleme bewältigte er die weit geschwungenen Melodiebögen und delikaten Piano-Passagen, besonders im Trauermarsch, die naturgemäß auf der Posaune nicht einfach sind.
Militär-Sinfonie legte die Messlatte hoch
Das Orchester begleitete klangschön unter der führenden, aber doch lockeren Dirigat Hartmanns.
Nach der Pause Haydns Militär-Sinfonie Nr. 100 G-Dur. Dieses nicht ganz einfache Stück der Wiener Klassik legte die Messlatte hoch. Die Musiker meisterten dieses Werk bis auf kleine Intonationsprobleme in den Holzbläsern meisterlich.
Mit Tschaikowskys Walzer aus seiner Ballettmusik zu „Dornröschen“ verabschiedete sich das Orchester von seinem begeisterten und enthusiastisch Beifall spendenden Publikum. Klanglich schön spielte das Orchester die elegischen Melodien, wenn auch an einigen Stellen die Blechbläser etwas zu laut und ruppig klangen, was den guten Gesamteindruck aber nicht merklich minderte.


