Alte Eisenbahnbrücke am Kennel soll zum Fuß- und Radweg werden
Verkehrsfreunde: Umbau wird teuer, weil Abschnitt stark gesichert werden muss
Wie geht es weiter mit dem Ringgleis? Der Verein Braunschweiger Verkehrsfreunde appelliert an Politik und Verwaltung, die Anstrengungen zu erhöhen, um Braunschweigs schönsten Fuß- und Radweg zügig weiter auszubauen.
Was bislang relativ einfach ging, das wird nun kompliziert. Denn der neue Fuß- und Radweg, der durch den Umbau des ehemaligen Industriegleises entsteht, wird nun das Westliche Ringgebiet verlassen. Wegen des Förderprogramms Soziale Stadt herrschten dort paradiesische Bedingungen: 66 Prozent der Kosten schossen Bund und Land dazu.
Und auch das Förderprogramm der Hartz-IV-Arge für ältere Arbeitslose, die bislang an vielen Stellen den Ringgleis-Umbau voran trieben, ist zusammengestrichen worden.
Doch damit nicht genug: Wie Wilhelm Meister, 2. Vorsitzender der Verkehrsfreunde sagt, kämen nun die wirklich teuren Streckenabschnitte. Meister: "Das alte Ringgleis führt über die so genannte Echobrücke am Kennelgelände. Das ist der wohl spektakulärste Streckenabschnitt. Aber wenn dort ein Fuß- und Radweg entsteht, muss der Abschnitt natürlich auch ganz besonders gesichert werden. Das wird die Echobrücke zum teuersten Streckenabschnitt des Ringgleises machen."
Der Verein hat die Ratsfraktionen und den Oberbürgermeister gebeten, nach Wegen zu suchen, damit sich das Ausbau-Tempo nicht vermindert. Zumal auch die Bezirksräte anderer Stadtteile auf einen Anschluss hoffen. Bezirksbürgermeister Dirk Rühmann plädiert für einen Anschluss des Lindenbergs an das Ringgleis: "Das sollte sich relativ einfach bewerkstelligen lassen und würde für eine Direktverbindung des Südens der Stadt mit dem Kennelgebiet sorgen."
Im Norden der Stadt setzt sich hingegen der Verein Braunschweiger Forum dafür ein, dass der Campus-Nord der TU sowie Neue Oberschule und Ricarda-Huch-Gymnasium angeschlossen werden.
