Geitelder Berg – das ist ja der Gipfel
Braunschweig Unsere Redaktion zeigt in der Ferienzeit Orte in unserer Stadt, die etwas Besonderes haben.
Das also ist der Höhepunkt der Stadt? Zugegeben, Hochgefühl, gar Erhebendes mag nicht gleich aufkommen nach der Erstbesteigung des Geitelder Bergs. Braunschweigs höchste Erhebung muss wirken dürfen.
Geitelder Berg – das ist ja der Gipfel. Mag man denken. Tatsächlich ist Berg ein wenig zuviel der Schmeichelei. Eine Ebene, die sich sanft aus der Landschaft im Südwesten der Stadt der Sonne entgegendehnt, das trifft es wohl eher.
Hier oben auf 110,9 Metern – in manchen Verzeichnissen wird Braunschweigs höchster auch schon mal unangemessen um 20 Zentimeter gestutzt – sucht man vergeblich nach dem Gipfelkreuz.
Stattdessen fängt ein riesiger Rotor die Energie des Windes ein. Das ist selten in Braunschweig.
Man muss sich Zeit nehmen, stehen bleiben und den Blick wandern lassen. Auch wenn das Geitelder Holz die freie Sicht auf das Kirchturm-Panorama der Stadt nimmt, lohnt es sich, Braunschweig und sein Umland aus der Vogellandeanflug-Perspektive zu betrachten. Der Hügel mit dem Broitzemer Sendeturm gleich im Norden, die Schlote der Salzgitteraner Stahlwerke im Südosten, der Brocken im Süden.
Der Harzgipfel misst zugegebenermaßen einen guten Tausender mehr, aber jagt dem Braunschweiger keine Höhenangst ein. Der denkt an die Braunschweiger Hütte – 2759 Meter über dem Meeresspiegel in den Ötztaler Alpen – und gewinnt gedanklich gleich an Höhe, hier oben auf dem Geitelder Berg.
