Begeistert von alter Technik
Wolfenbüttel Die Klasse 3c der Grundschule am Harztorwall besichtigte die Mühle in Halchter. Hier ist ihr Bericht.
Am 10.10. um 10 Uhr einen Termin zu haben, musste etwas Besonderes sein. Wir, die Kinder der Klasse 3c der Harztorwallschule in Wolfenbüttel, hatten eine Verabredung an der Windmühle am Bungenstedter Turm südlich von Halchter.
Von der Schule fuhren wir ein kleines Stück mit dem Bus, um dann nach Halchter und weiter zwischen den Feldern zu der weithin sichtbaren weißen Mühle mit den großen Windrädern zu wandern.
Dort empfingen uns vier Mitglieder des Förderkreises zur Erhaltung dieser 130 Jahre alten Holländermühle. Frau Ehlers trug als Müllerin gekleidet die passende alte Kleidung und sogar Holzschuhe. Nach der Begrüßung durch Herrn Grosser, den Vorsitzenden des Fördervereins, übernahm es Herr Wrege, uns an einem kleinen Holzmodell das Prinzip eines Lastenfahrstuhls zu erklären. Mit der Aufgabe, achtsam und genau in der Mühle nach solch einem Fahrstuhl zu schauen, betraten wir zunächst den unteren, runden Innenraum. Alle staunten über die vielen Balken und Holzständer, die riesigen Zahnräder und altes Werkzeug – alles im XXL-Format.
Herr Wrege erklärte und zeigte uns sehr verständlich das Prinzip einer Mühle mit Zahnrädern und Mahlsteinen, um damit feines Mehl herzustellen. Dabei stiegen wir über enge Holztreppen immer eine Etage höher, und der Begriff der Königswelle, die von ganz unten bis nach ganz oben reicht, saß schnell in unseren Köpfen.
Anschauliche Beschreibungen der Bewegungen der Zahnräder sowie der großen Mahlsteine mit den auffallenden Rillen, reibende und knirschende Geräusche und sogar feiner Mehlstaub – wir sahen, hörten und spürten das Geschehen in der Mühle sehr lebendig dank seiner Schilderungen.
Und dann entdeckten wir oben in der dritten Etage den Fahrstuhl für die Säcke, der mit einem Seil bis genau in die Eingangstür heruntergelassen werden konnte. Am Ende der Führung entstand bei vielen der Wunsch, am nächsten „Tag der offenen Tür“, an dem die Mühle wirklich in Bewegung versetzt wird, wieder zu kommen.
Als wir alle Treppenstufen heruntergeklettert waren und vor die Mühle traten, erwartete uns noch eine Überraschung: Einige Eltern hatten für alle eine kleine Tafel mit Obst aufgebaut, und Leckereien gab es auch.
Nach dieser Stärkung machten wir uns plaudernd und gut gelaunt auf den Rückweg, diesmal bis zur Schule. Wir waren uns einig: Das war ein toller Schultag!
