Die zweite Geige
Braunschweig In unserer Serie „425 Jahre Staatsorchester Braunschweig“ erklärt heute Cornelia Rumpp ihr Instrument.
Ich spiele Geige, weil...
da kein Weg daran vorbeiführte. In meiner Familie spielen alle entweder Geige oder Bratsche.
Mein Instrument ist das schönste und wichtigste im Orchester, weil...
die Geige einfach wunderschön aussieht. Im Orchester sind wir die Verbindung zwischen den ersten Geigen und den tiefen Streichern. Ohne uns würde einfach nichts funktionieren.
Mein Instrument nervt mich manchmal ganz fürchterlich, weil...
die Haltung grauenhaft ist. Aber wenn das anders wäre, hätten viele Ärzte und Krankengymnasten in Braunschweig viel zu wenig Arbeit.
Die Werke, bei denen meine Instrumente am schönsten zur Geltung kommen, sind...
die fünfte Sinfonie von Gustav Mahler mit dem wunderbaren langsamen Streichersatz, „Cosi fan tutte“, mit die schönste Mozart-Oper, in der wir die meisten Töne von allen spielen, und „Wozzeck“ von Alban Berg, da sind wir genauso wichtig wie alle anderen, und die Musik ist so wunderbar intensiv.
Wenn ich im Orchester das alleinige Sagen hätte, würde ich...
nicht wissen, ob ich das wollen würde. Wie in anderen Betrieben auch müssen wir seit einiger Zeit mit immer weniger finanziellen Mitteln immer mehr leisten. Ich würde versuchen, mit größtmöglicher Kommunikation die vielfältigen Aufgaben des Orchesters auch innerhalb des gesamten Betriebes so gut wie möglich zu koordinieren. Sehr wichtig wäre mir eine wirkungsvolle ständig weiter zu entwickelnde Medienpräsenz. Vor allen Dingen läge mir am Herzen, auch in Zukunft unser Publikum mit aller Energie und Leidenschaft für die Musik zu begeistern.
Der beste Witz zu meinem Instrument lautet:
Violinlehrer: „Na, du bist mir ja ein Früchtchen, mit einer Maschinenpistole im Geigenkasten zum Unterricht zu kommen!“ „Oh, shit! Dann steht Papa mit der Geige in der Sparkasse!“



