Die Kraft verklingt in einem Flüstern
Wolfsburg In einem Benefizkonzert treten im Februar im Schloss Wolfsburg der japanische Marimba-Spieler Fumito Nunoya und die Pianistin Ai Sakae auf.
Das Instrument sieht riesig aus, die Wucht mit der Fumito Nunoya mit den Schlägeln ausholt gleicht der Kraft eines Trommlers. Doch plötzlich ist alles sanft, ganz leise, so leise, dass der amerikanische „Houston Chronicle“ schrieb: Fumito Nunoya gelingt es, die Dynamik des Schlägels auf das Niveau eines Flüsterns im Klang zu mindern“.
In Amerika ist der japanische Marimba-Spieler sehr beliebt und gefragt, wird immer wieder zu Tourneen in die Vereinigten Staaten eingeladen. Dabei lehrt er an der Musikhochschule in Detmold. Weshalb ihn der Lions-Club Wolfsburg Hoffmann von Fallersleben im Benefizkonzert am Freitag, 15. Februar 2013, 19.30 Uhr im Gartensaal des Schlosses Wolfsburg präsentiert. Mit der ebenfalls aus Japan stammenden Pianistin Ai Sakae.
Und mit Werken, die quer durch die Musikgeschichte, durch die Musikstile und Musikepochen gehen: die Chaconne von Johann Sebastian Bach, die Tangata und den Libertango von Astor Piazolla, die Carmen Fantasy von Franz Waxman, Werke von japanischen Komponisten wie Akie Takada und Keiko Abe für Marimba solo. Denn in Japan ist das ursprünglich aus Afrika stammende Marimba-Spiel sehr verbreitet. In Japan gibt es berühmte Spieler und bekannte Musikschulen für die Marimba. Als weltweit eine der bekanntesten Spielerinnen der Marimba gilt Keiko Abe.
Fumito Nunoya kann es inzwischen mit ihr aufnehmen. Geboren in Akita (Japan), begann er im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel, wechselte 17-jährig auf die Marimba und studierte bei bekannten japanischen Marimba-Lehrern. In Japan, auf dem Central Japan Percussion Festival brillierte der Solist, auch auf dem Berklee Percussion Festival in Boston (USA) oder in Lausanne in de International Marimba Academy 2011.
Dem Wolfsburger Publikum bietet der Lions-Club Hoffmann von Fallersleben somit ein außergewöhnliches Klangerlebnis, das noch selten in Deutschland zu hören ist. „Wir haben in 14 Jahren immer wieder zuvor in dieser Stadt relativ unbekannte Künstler geholt“, sagt Projektleiter Günter Pawel und sieht darin eine Verpflichtung auch für das 15. Benefizkonzert 2013.
Nicht nur ungewöhnlich, schräg, wenig einzuordnen sind die Darbietungen gewesen, sondern auch Beiträge zur Förderung junger Musiker. Ai Sakae, die viele Werke auf dem Klavier begleiten wird, gehört dazu. Sie begann ihr Studium in Tokio, um es in Detmold abzuschließen. Sie konzertierte bereits in Japan, Deutschland und Finnland, erhielt auch viele Auszeichnungen.
Junge Talenten die Kultur zu fördern sehen Lions als eines ihrer Ziele an, zumal sie so zur Toleranz und Völkerverständigung beitragen.

