Berühren erlaubt im Weltraumlabor des Planetariums
Wolfsburg Das neue Weltraumlabor des Planetariums Wolfsburg besteht aus Computer-Terminals mit Touchscreen. Es wird am Sonntag, 24. Juni, eröffnet.
Aussichtslos zu widerstehen. Dieser Stein zieht die Hand wie ein Magnet an, lässt die Finger sanft darüber gleiten. Es ist Eisen pur. 4 Milliarden Jahre alt, Teilstück des Gibeon-Meteoriten, der in Namibia (Afrika) glücklicherweise in vielen kleinen Stückchen einschlug. Der Meteorit steht blank geputzt im neu gestalteten Entrée des Planetariums Wolfsburg.Berühren erwünscht. Das gilt auch für das neue Weltraumlabor des Planetariums mit Computer-Terminals, die mittels Fingerdruck den Zugang zu astrophysikalischem Wissen freigeben .Die fünf Bildschirme an den Wänden, ein weiterer inmitten des Raumes platziert wie ein gigantischer „Touchdesk“ erschließen die Welt des Kosmos, geben Informationen über das Planetarium oder öffnen den Blick in eine Galerie fantastischer Weltraumbilder. Außerdem können Besucher ihr Wissen in einem Weltraumquiz erproben. Topaktuell wird darüber eine Gewinnerliste geführt.
Das neue Weltraumlabor ist zugleich ein außerschulischer Lernort, an dem Schulklassen wissenschaftliche betreut ihr Wissen über die Erde, das Sonnensystem, das All und andere Fragen der Astrophysik vertiefen können. Damit verbunden werden könne der Besuch einer Darbietung im Kuppelsaal. Wegen der Umbauten für 300 000 Euro war das Planetarium sechs Wochen lang geschlossen. Die Inbetriebnahme erfolgt ganz bodenständig am Sonntag, 24. Juni, während des Tages der Braunschweigischen Landschaft in Wolfsburg. Premiere haben am Samstag, 7. Juli die Show „In der Tiefe des Kosmos“ und am 25. Juli „Der Regenbogenfisch“, ein Programm für Kinder. Zwischendurch, am 19. Juli, spielen abends Musikschüler Musik für Klavier und Harfe von Klassik bis Pop. Zudem laufen weitere didaktisch konzipierte Programme für Schulen, für ein allgemeines Publikum, für Kinder und Familien. Dazu gibt es Musikshows und Live-Konzerte im Kuppelsaal.
Karten zu allen Angeboten können Interessenten künftig am neuen Tresen innerhalb des Foyers direkt lösen oder abholen. Aus zwei ineinander geschobenen Ellipsen besteht der neue Kassentresen in der Mitte des Foyers. Er nimmt so die Form der Planetenbahnen im Sonnensystem architektonisch auf. Auch die neue Garderobe ist wie eine Halbellipse sehr schwungvoll gestaltet und erhält dadurch eine dynamische Wirkung. Dass beide das dunkle Blau des Blauen Planeten farblich aufnehmen, es mit Spiegelflächen, Weiß und Schwarz kontrastieren lassen spricht für die neue innere Ästhetik des 1983 fertiggestellten Planetariums.
