Der Mann, bei dem die Beatles richtig Gitarre lernten

Hamburg  Der Beat-Pionier Tony Sheridan starb in Hamburg.

Der Beat-Pionier, einer der Entdecker und ein musikalischer Wegbereiter der Beatles, wurde 72 Jahre alt. An den ersten kommerziellen Aufnahmen der „Fab Four“ war der Songwriter und Gitarrist als Sänger beteiligt. 1961 holte Sheridan die damals noch unbekannten Beatles in ein Hamburger Studio. Die Band begleitete ihn bei mehreren Singles unter dem Namen The Beat Brothers. Ihren größten Hit hatten Tony Sheridan & The Beat Brothers 1961 mit „My Bonnie“.

Auch nach dem Durchbruch der Beatles blieb Sheridan eng mit der Band verbunden und trat gelegentlich in deren Vorprogramm auf. Paul McCartney spricht demnach noch heute von Sheridan als dem „Teacher“. „George Harrison und John Lennon erlernten einige Techniken und Kniffe auf der Gitarre von ihm“, heißt es auf der Homepage seiner Familie. Einige Jahre später unterrichtete Sheridan auch den- australischen Gitarren-Heroen Angus Young von der Kult-Band AC/DC.

Der Weltenbummler war am 21. Mai 1940 im britischen Norwich zur Welt gekommen. Nach Deutschland verschlug es ihn 1960, als er in Hamburg erstmals mit seiner Gruppe The Jets in einschlägigen Rock-Clubs auf der Reeperbahn auftrat.

Das letzte Mal stand Sheridan im April 2012 auf einer Hamburger Bühne: Anlässlich des 50. Geburtstags des legendären „Star-Clubs“. Er lebte zuletzt mit seiner Frau Anna im schleswig-holsteinischen Seestermühe bei Pinneberg.dpa

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