Der Bratscher

Braunschweig  In unserer Serie „425 Jahre Braunschweiger Staatsorchester“ erklärt heute Hans Ulrich Kolf sein Instrument.

Ich spiele Bratsche, weil...

mein Vater auch schon Bratscher war und mir nach seinem Tod, als ich 16 Jahre alt war, überhaupt keine andere Überlegung in den Kopf gekommen ist! (Ich habe bis zu seinem Tod acht Jahre lang Geigenunterricht gehabt.)

Mein Instrument ist das schönste und wichtigste im Orchester, weil...

man die Bratschen zwar nicht sieht (sie schauen aus wie Geigen) und man sie auch nicht hört (Mittellage) – aber wehe, sie sind nicht da: Dann fehlt etwas ganz Entscheidendes!

Mein Instrument nervt mich manchmal ganz fürchterlich, weil...

Dazu kann ich Gott sei Dank nichts sagen, mein Instrument hat mich noch nie genervt!

Die Werke, bei denen mein Instrument am besten zur Geltung kommt, sind...

Ännchens Arie aus dem „Freischütz“ (Bratschensolo), der langsame Satz der 4. Sinfonie von Anton Bruckner (Bratschengruppensolo), der langsame Satz aus der 5. Beethoven-Sinfonie (Gruppensolo).

Wenn ich im Orchester das alleinige Sagen hätte, würde ich...

Nach meiner Meinung sollte keiner im Orchester das alleinige Sagen haben! Ein Orchester ist nur gemeinsam stark! Musikalisch wie auch in anderen Belangen.

Der beste Witz zu meinem Instrument...

Da ich ja auch ein wenig dirigiere: Stehen ein Solo-Bratscher und ein Dirigent auf dem Dach eines Hochhauses und wollen springen. Wer springt zuerst?

Egal, Hauptsache beide springen!

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