Zeitfresser lauern überall
Zwischen Terminen Reserven einplanen – Ordnung hilft, Dinge direkt zu finden
Kennen Sie das auch? Sie haben den ganzen Tag schwer gearbeitet und fragen sich abends, was Sie erreicht haben? Es ist immer wieder erstaunlich, wo die Zeit bleibt.
Analyse
Den meisten sind die Ursachen für Zeitverschwendung nicht bewusst. Deshalb ist es erst einmal wichtig, über einige Tage eine Tätigkeitsanalyse vorzunehmen. Was mache ich wie lange und wie häufig oder wodurch werde ich wie oft gestört? Jetzt wissen Sie, an welchen Schrauben Sie drehen müssen, um wieder Land zu sehen.
Planung
Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Verplanen Sie deshalb auf keinen Fall den ganzen Tag, sondern lassen Sie Raum für Unvorhergesehenes. Legen Sie außerdem regelmäßig einen Termin mit sich selbst fest, um ihre Ziele, Arbeitsweise und so weiter zu überdenken.
Nein-Sagen
Fällt es Ihnen schwer, "Nein" zu sagen? Dann machen Sie sich zunächst mit Hilfe von Zielen und Spielregeln klar, wie Sie guten Gewissens und begründet zu einem klaren Nein kommen, anstatt in der täglichen Arbeit unterzugehen.
Perfektionismus
Neigen Sie dazu, immer alles zu 100 Prozent zu erledigen? Überlegen Sie mal, wann und wo 80 Prozent reichen, anstatt alles perfekt zu machen. Und statt direkt wild drauflos zu arbeiten, fragen Sie immer erst mal nach dem Ziel, also nach dem "Wozu?". Dabei klärt sich dann, ob eine Arbeit überhaupt, jetzt, in dieser Form beziehungsweise Qualität oder Häufigkeit nötig ist.
Ordnung
Sprüche wie "Wer Ordnung hält ist nur zu faul zum Suchen" sind zwar beliebt, aber völlig daneben. Denn mit Suchen – auch im Computer oder im Internet – verlieren Sie erfahrungsgemäß die meiste Zeit.
Delegieren
Überlegen Sie immer wieder, welche Aufgaben Sie an andere delegieren können. Auch wenn Sie die Aufgabe zurzeit schneller erledigen können als andere, sorgen Sie dafür, dass diese Aufgabe demnächst von anderen genauso gut erledigt werden kann. Sonst kommen Sie nie aus der Falle raus. Übrigens: Wer erledigt diese Aufgabe, wenn Sie mal nicht da sind oder Urlaub haben?
Informationsfluss
Klären Sie zunächst, welche Informationen für Sie wirklich wichtig sind. Schaffen Sie alles ab, was nicht wichtig ist.
Führen Sie dann bei allen Standardabläufen eine klar definierte Bringschuld ein, um den Informationen nicht nachlaufen zu müssen.
Besprechungen
Lieben Sie endlose und fruchtlose Besprechungen? Wenn nein, dann sorgen Sie immer für eine Moderation mit klaren Spielregeln anstatt endlos aneinander vorbeizu-reden. Wichtig ist vor allem, dass alle Teilnehmer schon vorher informiert werden, welche Themen auf der Tagesordnung stehen und welche eben nicht. So vermeiden Sie, dass Sie sich in Nebensächlichkeiten verlieren.
Rahmenbedingungen
Greifen Sie auf Bewährtes zurück, achten Sie auf Standardisierung und Qualität, regeln Sie Ihre Befugnisse so, dass Sie 95 Prozent selbst entscheiden können und analysieren Sie Ihr Umfeld auf ergonomische Gesichtspunkte bevor Sie wegen Schmerzen zum Arzt rennen müssen.