Rat vergab Planungsauftrag für Sanierung des Badezentrums

Schöningen  In die nächste Runde geht es bei der Sanierung des Negenbornbads Schöningen. Der Rat entschied sich bei den Architektenleistungen für einen Bieter.

So sieht der Technikraum des Badezentrums Negenborn Schöningen aus, der bei der energetischen Sanierung auch erneuert werden soll.

Foto: privat

So sieht der Technikraum des Badezentrums Negenborn Schöningen aus, der bei der energetischen Sanierung auch erneuert werden soll. Foto: privat

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Sanierung des Badezentrums Negenborn in Schöningen ist getan. In einer Sondersitzung nur mit dem Tagesordnungspunkt Vergabe der Architektenleistungen für das Badezentrum stimmte am Montag der Rat mit klarer Mehrheit dafür, die Bietergemeinschaft Ingenieur-Büro für Wassertechnik aus Ronnenberg zu beauftragen. Der Verwaltungsausschuss des Schöninger Rates hatte sich zuvor bereits für diese Bietergemeinschaft ausgesprochen. Laut des Beschlusses solle die Verwaltung zunächst noch über die angebotenen Konditionen verhandeln und danach den Auftrag für die Architektenleistung zu energetischen Sanierung des Negenbornbads zu erteilen. Das Hallenbad ist bereits seit Anfang Oktober 2011 geschlossen.

Erster Stadtrat Klaus Voß wies daraufhin, dass bei der europaweiten Ausschreibung, die der Berater Dr. Michael Gellert vorgeschlagen hatte, sechs Bieter Interesse an dem Projekt bekundet hätten. „Drei Bieter wurden am 22. November zu einem Gespräch mit der Vorstellung ihrer Planung eingeladen, an dem auch Ratsmitglieder teilnahmen“, blickte Voß zurück. Schließlich habe sich auf Empfehlung von Michael Gellert, der die Stadt schon bei der Abwasserbeseitigung und der Neuausrichtung der Straßenbeleuchtung unterstützte, der Verwaltungsausschuss für das Planungsbüro aus Ronnenberg entschieden, zumal das Büro das Einhalten des Kostenrahmens von 6,5 Millionen Euro und den Fertigstellungstermin bis voraussichtlich September 2014 zusicherte. Auf rund drei Monate schätzte das Büro aus Ronnenberg die Planungszeit und die Bauzeit kalkuliert die Firma mit 15 Monaten.

Für die SPD-Mehrheitsfraktion stellte Rolf-Dieter Backhauß klar, dass für die energetische Sanierung des Badezentrums nur ein Schwimmbecken, ein Nichtschwimmerbecken sowie ein Babybecken finanzierbar seien. „Eine Sauna oder die Reparatur der Rutsche stehen zurzeit nicht zur Diskussion“, unterstrich Backhauß. Wenn die Kostenberechnung des beauftragten Büros vorliege, könne bewertet werden, ob die Sanierung zu den vorgebenen Konditionen möglich sei. Der Fraktionsvorsitzende erwähnte, dass infolge vorheriger Leistungen von Architekten und Planern die Stadt schon mehrere 100 000 Euro habe zahlen müssen. Zusätzlich müssten die Folgekosten von bisher rund 800 000 Euro auf 250 000 Euro gesenkt werden. „Deshalb gibt es nur wenig Spielraum, um das Bad in Schöningen erhalten zu können“, betonte Backhauß. Deshalb sei er dem neuen Förderverein für das Badezentrum dankbar, der das Projekt unterstützen wolle

.Hans-Joachim Rehkuh von der CDU-Fraktion erinnerte daran, dass sich der Rat schon lange Zeit mit der Sanierung des Badezentrums befasse und es dabei rauf und runter gegangen sei. Nach dem Zuschussbescheid mit der Förderung von 2 Millionen Euro sei die Öffentlichkeit damals zunächst nicht beteiligt worden, bedauerte Rehkuh. Nun habe es sich zum Glück geändert. Wichtig sei das unbedingte Einhalten der Folgekosten.

Es sei beeindruckend, wie sich der Bieter die Planung vorstelle und sich im finanziellen Korsett bewegen wolle. „Die Förderung darf nicht verloren gehen und wir sind dankbar, dass uns nun ein Weg aufgezeigt wird, um das Ziel zu erreichen, mit dem alle zufrieden sein könnten“, erklärte Rehkuh. Bis zur Vorlage der Kostenrechnung durch das Planungsbüro sei jedoch noch nicht endgültig entschieden, ob das Badezentrum saniert werde.

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