Königslutteraner ärgert sich über Post, die nicht kommt

Königslutter  Zum wiederholten Mal sei es Dieter Hauschild passiert, dass in seiner Straße keine Post ausgeliefert wurde. Die Post spricht von einem Einzelfall.

Manch widrige Umstände müssen Post-Zusteller überwinden, um ihre Arbeit zu erledigen, wie dieser Austräger bei Schnee.

Foto: regios24/Thies

Manch widrige Umstände müssen Post-Zusteller überwinden, um ihre Arbeit zu erledigen, wie dieser Austräger bei Schnee. Foto: regios24/Thies

Der jüngste Fall, über den der Königslutteraner berichtet, sei am Dienstag gewesen. „Ich habe auf einen Brief gewartet, aber es ist einfach kein Zusteller gekommen. Das haben mir Nachbarn auch bestätigt“, erzählt Hauschild. In diesem Jahr hätte er einen solchen Totalausfall zum vierten oder fünften Mal erlebt.

Als ehemaliger Austräger der Post hat Hauschild eine Vermutung, warum das passiert: „Ich glaube, dass die Bezirke der Zusteller mittlerweile so groß sind, dass sie ihr Pensum einfach nicht mehr schaffen und nach zehn Stunden geleisteter Arbeit aufhören müssen, weil es die gesetzlichen Regelungen so erfordern“, sagt der Ruheständler. Ihm gehe es nicht darum, die Briefträger anzuschwärzen. Die könnten am wenigsten etwas für die Situation. Von der Post fordere er, für genügend Personal zu sorgen, damit solche Situationen nicht mehr vorkämen.

„Das tun wir“, betont Post-Sprecher Jens-Uwe Hogardt. Er bestätigte, dass am Dienstag in der Samuel-Hahnemann-Straße, in der Dieter Hauschild wohnt, keine Post zugestellt wurde. „Wir müssen zur Zeit extrem viele Briefe und Pakete ausliefern, und dort ist es einfach zu einem Engpass gekommen. Morgen ist alles wieder in Ordnung“, verspricht Hogardt.

Überall wo Menschen arbeiteten, könne es zu unvorhergesehenen Ausfällen oder dergleichen kommen. „Aber dieses ist ein Einzelfall. Ich kann nicht bestätigen, dass es öfter vorkommt, dass die Post gar nicht ausgeliefert wird“, macht er deutlich. Auch nicht, wenn die Zusteller bereits ihre gesetzlich festgelegten Höchstarbeitsstunden erfüllt hätten. Wo es zu Engpässen komme, versuche man das Beste, um die Ausfälle zu kompensieren. „Im Grundsatz liefern wir von Montag bis Samstag aus, und wo es eng wird, versuchen wir auszugleichen“, ergänzt er.

Dass Briefe nicht gleich am nächsten Tag ankämen, müsse auch nicht unbedingt an den Zustellern liegen. „Es kann ja auch mal ein Fehler in der Logistik passieren. Auch ist nicht immer gesagt, dass die Post vom Versender tatsächlich an einem bestimmten Tag eingeworfen wurde, so dass sie am nächsten da sein müsste“, sagt Hogardt.

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