Restaurierte Getreidemühle wird zum Veranstaltungsort

Räbke  Ein Förderverein in Räbke hält mit ehrenamtlicher Arbeit und dem Geld von Sponsoren die Räbker Getreidemühle in Gang.

Wie aus Getreidekorn Mehl wird, erklärte Klaus Röhr (Dritter von links) der Gästegruppe jüngst beim Glühwein-Abend am Freitag.

Foto: Werner Gantz

Wie aus Getreidekorn Mehl wird, erklärte Klaus Röhr (Dritter von links) der Gästegruppe jüngst beim Glühwein-Abend am Freitag. Foto: Werner Gantz

Im September 1236 nahm Liesebachs mit Wasserkraft der Schunter angetriebene Getreidemühle, damals mit nur einem Steinmahlgang, die Arbeit auf und lieferte Mehl für das tägliche Brot.

Im Laufe der Zeit wurden Erweiterungen in der Ausstattung und Technik zur Leistungserhöhung vorgenommen. Der Trend zu Großmühlen, wie die heute noch mit der Flechtorfer Mühle und Mühle Rüningen in unserer Region bestehen, setzte vor einigen Jahrzehnten ein und damit war es das „Aus“ für die unwirtschaftlichen Kleinmühlen. Allein in Räbke gab es davon sieben Stück.

Vor gut drei Jahren fand die Gründung des „Räbker Fördervereins Mühle Liesebach“ zur Erhaltung und Restaurierung des örtlichen Monuments statt. Die Mitglieder selbst und etliche Sponsoren, darunter auch die Familie Liesebach, sorgten von nun an für erste Erhaltungsmaßnahmen.

„Zum Glück hat der letzte Müllermeister Richard Liesebach alles im ursprünglichen Zustand belassen und so trafen wir die brauchbare Substanz für unser Vorhaben an“, erklärt Fördervereinsvorsitzender Klaus Röhr den Besuchern. Das sind jedes Jahr einige Gruppen, auch Fachleute aus der Müllerei.

Über den Umfang der Arbeiten wird berichtet und die Sponsoren genannt. Der Räbker Christian Lubkowitz feierte im Mai dieses Jahres seinen 60. Geburtstag und erbat sich von den Gästen statt Geschenken, Geldspenden für die Mühle. Dabei kamen 2400 Euro zusammen.

Der Steinmahlgang arbeitet wieder wie einst, Türen und Fenster sind erneuert, sowie die Elektrotechnik auf den neuesten Stand gebracht. Im einstigen Schweinestall befinden sich nun Toiletten und die Stallungen für Großvieh stehen jetzt als Versammlungsraum zur Verfügung.

Auf dem Mühlenhof fand am Freitag zur Präsentation des Geschaffenen mit mehr als 200 Besuchern aus nah und fern ein Adventsabend statt. Bei dieser Gelegenheit erhöhte sich spontan der Mitgliederstand auf 110 Personen.

Der Erlös an diesem Abend aus dem Verkauf von Glühwein, Punsch, Kartoffelpuffer und Bratwurst kam auch in die Fördervereinskasse. Arbeitseinsatz und Geld wird auch weiterhin für die Restaurierung gebraucht.

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