Stadt bringt Flüchtlinge kurzfristig im Schäferkamp unter

Helmstedt  Die Stadt Helmstedt wird auf ihrem Grundstück im Schäferkamp kurzfristig die Voraussetzungen zur Unterbringung von maximal 30 Flüchtlingen schaffen.

Auf dem Grundstück im Schäferkamp befinden sich Lagerhallen und Wohnungen. Dort sollen bis zu 30 Flüchtlinge untergebracht werden.

Foto: Strohmann

Auf dem Grundstück im Schäferkamp befinden sich Lagerhallen und Wohnungen. Dort sollen bis zu 30 Flüchtlinge untergebracht werden. Foto: Strohmann

Eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von 100 000 Euro ist erforderlich, um zwei leerstehende Gebäudeteile auf dem weitläufigen, zumeist gewerblich genutzten Gelände für die Unterbringung herzurichten. Der Verwaltungsausschuss des Rates hat der Maßnahme in einer Eilentscheidung bereits zugestimmt.

Die Sonderausgabe soll so weit wie möglich „verrechnet“ werden mit geringeren Kosten, die der Stadt beim Umbau des ehemaligen Hotels Petzold zur Gemeinschaftsunterkunft für Asylsuchende entstehen. Dort war die Stadt zunächst davon ausgegangen, dass sie mehr als 230 000 Euro in die Ertüchtigung des alten Hotelgebäudes stecken muss. Im Zuge der Vertragsverhandlungen mit den Eigentümern hat sich jedoch einer Verwaltungsvorlage zufolge eine neue Sachlage ergeben. Die Eigentümer würden die Finanzierung der Umbaumaßnahmen selbst übernehmen, heißt es dort. Die Kosten sollen später dann auf das monatliche Nutzungsentgelt umgelegt werden.

Die Notwendigkeit, rasch nach weiteren Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu suchen, ergibt sich laut Vorlage aus dem Umstand, dass der Umbau des ehemaligen Hotels an der Schöninger Straße frühestens im Sommer abgeschlossen sein wird. Die Kapazitäten des Helmstedter Wohnungsmarktes seien zudem nahezu erschöpft. Im ehemaligen Hotel Petzold könnten maximal 80 Personen untergebracht werden, das werde nicht reichen, um dem Gesamtunterbringungsbedarf zu genügen, so die Stadt.

Das städtische Objekt Schäferkamp 8 ist in Abstimmung mit dem Deutschen Roten Kreuz als Flüchtlingsunterkunft ausgewählt worden. „Eine der beiden Wohnungen dort wird in acht Wochen nutzbar sein, die andere erst später, je nach Verfügbarkeit von Handwerkern“, sagte Bürgermeister Wittich Schobert am Freitag auf Anfrage. Wenn die Gemeinschaftsunterkunft in der Friedrichstraße bis auf den letzten Platz gefüllt sei, bleibe der Stadt nur die Möglichkeit, neu eintreffende Asylsuchende direkt in Wohnungen einzuweisen. Die Lösung im Schäferkamp habe also auch eine Ventilfunktion.

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