Nur die große Lösung kann die Mühle retten

Wendhausen  Für die Sanierung der Wendhausener Windmühle fehlen 425.000 Euro. Billiger wird es nicht, denn nur eine Komplettsanierung kann das Denkmal retten.

Die Mühle in Wendhausen (hier Vorsitzender Wiegold Schmidt) muss dringend saniert werden.

Foto: regios24/ Priebe

Die Mühle in Wendhausen (hier Vorsitzender Wiegold Schmidt) muss dringend saniert werden. Foto: regios24/ Priebe

Das Gutachten zur Sanierung der Wendhausener Windmühle liegt inzwischen vor. Doch wie die zur Wiederherstellung des Baudenkmals notwendigen 425.000 Euro aufgebracht werden können, bleibt auch nach einer Versammlung des Mühlenfördervereins weiterhin offen.

Viele Fragen, wenige Antworten – so könnte das Fazit der Versammlung lauten. Klar benannt sind bisher nur die gutachterlich festgestellten Schäden: zu hohe Feuchtigkeit in Mauerwerk und tragenden Holzbauteilen, fehlende Drainage im Außenbereich, zu wenig Luftzirkulation im Mühleninnenraum und ein Außenputz, der das im Jahr 1837 erbaute Gebäude nicht „atmen“ lässt.

Fest steht weiterhin, dass nur eine umfassende Sanierung des technischen Baudenkmals dessen Bestand nachhaltig sichert. „Die an den verschiedenen Bauteilen festgestellten Schäden hängen zusammen. Deshalb kann nur eine Gesamtsanierung nachhaltig wirken. Nur etwas in einzelnen Bereichen zu tun, bewirkt gar nichts“, stellte Thorsten Geschke, stellvertretender Vorsitzender des Mühlenfördervereins fest.

Noch nicht einmal in Ansätzen ist dagegen geklärt, wie die zur Sanierung notwendigen 425.000 Euro aufgebracht werden können. Mögliche öffentliche Geldgeber wie Denkmalschutzbehörden auf Kreis- oder Landesebene hatten zwar das nun erstellte Gutachten als Grundlage für eine mögliche finanzielle Förderung gefordert, doch noch keine finanziellen Mittel in Aussicht gestellt.

Geld aus öffentlichen Kassen fließt ohnehin nur dann in das Projekt, wenn der Antragsteller sich an der Finanzierung beteiligt. Doch die in diesem Fall wohl notwendigen etwa 120.000 Euro können weder die verschuldete Gemeinde Lehre als Eigentümerin des Baudenkmals noch der Förderverein aufbringen. „Stiftungen, die uns bereits bei den zwei größeren Sanierungen in den vergangenen zehn Jahren geholfen haben, halten sich nun bei der erneuten Bitte um Unterstützung bedeckt und zögern noch mit einer endgültigen Antwort“, berichtete Heinrich Paquet, der ehemalige Kassenwart des Mühlenfördervereins. Mehr als deutlich wurde, dass die Mühle auf dem Wendhausener Dettmersberg nur bei sehr großem Engagement aller Beteiligten eine reale Überlebenschance hat.

Kommentar-Profil anlegen
*Pflichtfelder
Captcha
    Weitere Artikel aus diesem Ressort