Schüler pflanzten 2700 Bäume am Paläon

Schöningen  Der erste starke Andrang auf dem Gelände des Paläons Schöningen war am Freitag zu verzeichnen. 550 Schülerinnen und Schüler pflanzten 2700 Bäume.

Das Wetter präsentierte sich zwar kühl und diesig, aber die Stimmung war trotzdem gut beim Baumpflanzen für das Großprojekt Schulwald. Die Umwelt Arbeitsgemeinschaft vom Gymnasium Anna-Sophianeum Schöningen hatte das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zukunft Wald initiiert. Mit Spaß und Freude waren die rund 550 Mädchen und Jungen aus 22 Klassen der Grundschulen Schöningen, Königslutter, Offleben, Neindorf, Schöppenstedt und Heeseberg sowie die 7. Klassen des Gymnasiums Schöningen dabei, um in zugeteilten Flächen auf dem rund 5500 Quadratmeter großen Gelände in der Nähe des Forschungs- und Erlebniszentrums Schöninger Speere die 2700 Bäume zu setzen. Das Grundstück hatte die Stadt Schöningen zur Verfügung gestellt.

„Als großartiges Projekt“ bezeichnete Landrat Matthias Wunderling-Weilbier die Baumpflanzung. Dies sei bereits in der frühen Phase schon vor der geplanten Eröffnung des Zentrums im nächsten Frühjahr ein Beleg für den außerschulischen Lernort Paläon. „Dieser Schulwald ist beispielhaft und wird auch für die Besucher des Paläons, besonders den Schulen, ein Anziehungspunkt sein, prognostizierte der Landrat.

Bürgermeister Henry Bäsecke, der zusammen mit Kollegen aus den beteiligten Städten und anderen Kommunen, vom Förderverein Schöninger Speere sowie den Schul-Vertretern Kirschbäume pflanzte, äußerte sich begeistert über den Schulwald. „Die Kinder schauen dabei nicht nur so, sondern pflanzen selbst die noch kleinen Bäume und werden deren Entwicklung in den nächsten Jahren bei Besuchen des Paläons beobachten können“, unterstrich Bäsecke.

„Auf vielen Ebenen kommt das Projekt Paläon ins Rollen und dieser Schulwald ist ein Beispiel für die inzwischen vielschichtige Vernetzung von Archäologie, Klimaforschung, Geologie, Biologie und Kulturtourismus“, meinte Eckhard Hoßbach vom Vorstand des Fördervereins Schöninger Speere. Es sei ein tolles Bild, so viele junge Menschen beim Pflanzen zu beobachten.

Der Schulwald sei der Einstieg in das Projekt Schulen in das Paläon, betonte Schulleiter Michael Kluge vom Gymnasium Anna- Sophianeum und dankte den 20 Oberstufenschülern, die zusammen mit der Stiftung Wald das Großprojekt seit August 2011 vorbereitet haben. „Sie haben das Projekt nicht nur gut gemacht, sondern professionell vorbereitet“, lobte Kluge die Akteure. Es werde mit Kirschbäumen ein rund 80 Meter langer Speer gebildet, der in Richtung des Schöninger Gymnasiums und damit auch nach Schöningen zeige. Eichen werden die Kirschen einrahmen. Viele andere Baumarten wurden noch von den Kindern gepflanzt, die fast alle bei ihrem Einsatz Gummistiefel trugen.

Nach der Pflanzaktion, die sich über den ganzen Vormittag verteilte, konnten die Schülerinnen und Schüler noch den Informationspunkt mit Großgeräten am Tagebau besuchen, wo Bergbau-Oberingenieur Klaus Cornelius sowie die Studienrätin Uschi Rosen die Besucher über die Archäologie sowie den Tagebau Schöningen informierten.

Zum Abschluss gab es für die fleißige Helferschar noch Erbsensuppe sowie Getränke. „Die Kinder werden Urkunden bekommen, die sie an diese Pflanzung erinnern und sie hoffentlich dazu motivieren werden, das Wachstum der Bäume in der Zukunft zu beobachten und auch dem Paläon einen Besuch abzustatten.

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