Schobert: „Eon-Avacon bleibt mit Zentrale in Helmstedt“

Helmstedt  In Helmstedt geht die Sorge um, der Energieversorger Eon-Avacon könnte nicht nur Stellen abbauen, sondern sich mittelfristig ganz zurückziehen.

Die Eon-Avacon-Zentrale in Helmstedt ist vor zehn Jahren in Betrieb genommen worden.

Foto: Strohmann

Die Eon-Avacon-Zentrale in Helmstedt ist vor zehn Jahren in Betrieb genommen worden. Foto: Strohmann

Pläne für eine Umstrukturierung am Standort der Unternehmenszentrale in Helmstedt haben zu Beginn der Woche Verunsicherung und Skepsis ausgelöst. Zehn Jahre nach der Inbetriebnahme der modernen Eon-Avacon-Zentrale an der Schillerstraße sieht Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert aber keinen Anlass, in Horrorszenarien zu verfallen. „Ich habe kürzlich ein Gespräch mit dem Vorstand des Unternehmens geführt und habe dabei den klaren Eindruck gewonnen, dass die Eon-Avacon-Zentrale am Standort Helmstedt erhalten bleibt.“ Und genau darauf komme es der Stadt an.

Dass ein Arbeitsplatzabbau und eine Umstrukturierung bei Eon anstünden, sei ein Vorgang, mit dem bei größeren Konzernen leider immer zu rechnen sei, meint Schobert. „So funktioniert nunmal die Wirtschaft.“ Man dürfe aber nicht nur Zahlen betrachten, sondern müsse auch sehen, auf welche Art und Weise sich die Veränderung vollziehe.

Schobert verwies auf die Tatsache, dass in der Eon-Avacon-Zentrale an der Schillerstraße sehr viele Einpendler aus Sachsen-Anhalt und aus dem Raum Hannover arbeiten würden. Wie viele Arbeitnehmer aus dem Raum Helmstedt von Arbeitsplatzverlagerungen oder Stellenstreichungen betroffen sein könnten, darüber wolle er sich noch genau informieren, kündigte der Bürgermeister an.

Die aktuelle Diskussion über einen möglichen Stellenabbau ist nach Auffassung Schoberts kein Anlass, die Dimensionen und den Standort der Eon-Avacon-Ansiedlung nachträglich in irgendeiner Form in Frage zu stellen. „Es war genau richtig, dem Unternehmen eine solch massive Investition in Helmstedt zu ermöglichen. Hätte man damals nur ein Nullachtfuffzehn-Gebäude irgendwo am Stadtrand errichtet, dann wäre die Gefahr doch von vornherein viel größer gewesen, dass Eon-Avacon seine Zentrale irgendwann wieder abzieht.“ Allein schon die Immobilie sei so etwas wie eine zusätzliche Standortgarantie.

Der 2002 in Betrieb genommene Komplex mit 14 000 Quadratmetern Bürofläche hatte seinerzeit ungefähr 30 Millionen Euro gekostet. Die altehrwürdige Anlage des Helmstedter Tennis-Vereins (HTV) hatte für das Großbauprojekt weichen müssen.

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