Baumtor soll in Meinkot den Verkehr beruhigen

Velpke  Wie die östliche Meinkoter Ortseinfahrt einmal aussehen soll, wurde Im Velpker Bauausschuss lange diskutiert.

Die Gehölze an der Landesstraße 647 sollen zugunsten des Radweges weichen.

Foto: Korporal

Die Gehölze an der Landesstraße 647 sollen zugunsten des Radweges weichen. Foto: Korporal

Streitpunkt war die Gestaltung der verkehrsberuhigenden Maßnahmen an der Landesstraße 647. Nachdem der Rat eine Querungshilfe aus Kostengründen verworfen hatte, stellte Ingenieur Stefan Weinkopf am Donnerstag ein „Baumtor“ als Alternative vor. Dieses war bereits zuvor beschlossen worden, die Variante aber weiterentwickelt worden. Die Fahrbahn soll nun zusätzlich mit Borden und Gossen eingefasst und mit beidseitigen Linien optisch verengt werden. Die CDU hätte das gern noch mal in der Fraktion beraten, nach einer Sitzungsunterbrechung wurde die Variante aber gegen ihre Stimmen beschlossen.

Das gilt auch für die Umgestaltung der Einmündung der Straße Auf der Höhe. Hier hatte das Büro Weinkopf zunächst einen Kreisverkehr vorgesehen – nun soll es eine herkömmliche Einmündung bleiben.

Der Velpker Gemeinderat hatte die komplette Neugestaltung der Nebenanlagen (Gehwege, Bushaltestellen) der Meinkoter Ortsdurchfahrt beschlossen. Die Erneuerung der eigentlichen Straße ist Sache des Landes.

Anders als ursprünglich vorgesehen wird voraussichtlich der lange geplante Radweg an der L 647 zwischen Velpke und Meinkot aussehen: Bisher war, wie Stefan Weinkopf darlegte, ein Verlauf an der Südseite hinter den Gehölzbeständen vorgesehen, um diese Gehölze zu schonen. Ortstermine mit der Unteren Naturschutzbehörde hätten aber ergeben, dass das Grünland, auf dem dann gebaut würde, wertvoller sei als die Bäume. Deshalb solle der Weg nun doch direkt an der Straße gebaut werden. Im Verlauf der bisherigen Planung seien ohnehin einige der betroffenen Bäume schon gefällt worden.

Wenn die beantragten Landesmittel (170000 von 340000 Euro) fließen, ist laut Henning Glaser von der Verwaltung mit einem Baubeginn im Jahr 2014 zu rechnen. Das sei aber nicht sicher, auch wenn der Radweg in der ersten Priorität des Radwege-Förderprogramms des Landes sei.

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