Ein neuer Wald für Groß Brunsrode

Groß Brunsrode  Mehr als dreieinhalb Hektar Ackerfläche werden derzeit bei Groß Brunsrode eingezäunt. Westlich der Ortschaft soll ein neuer Wald entstehen.

Zurzeit wird der Acker westlich von Groß Brunsrode eingezäunt. Bis hin zum bestehenden Wald im Hintergrund soll aufgeforstet werden.

Foto: Koch

Zurzeit wird der Acker westlich von Groß Brunsrode eingezäunt. Bis hin zum bestehenden Wald im Hintergrund soll aufgeforstet werden. Foto: Koch

Lange hat Harald Binroth darauf gewartet, die Ackerfläche aufforsten zu können. Schon 2005 hatte er diese Fläche dafür angemeldet. Für diese Aufforstung hat der Rottorfer Forstwirt inzwischen einen Vertrag mit der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH geschlossen. Das Projekt ist somit offiziell eine Ausgleichsmaßnahme für die Verlängerung der Start- und Landebahn in Waggum.

„Die Fläche ist genau 3,57 Hektar groß“, sagt Alexander Kirchhoff, bei der Flughafen GmbH für die Ausgleichsmaßnahmen zuständig. Insgesamt würden im Zuge der Erweiterung 240 Hektar Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt.

Die zwei nebeneinander liegenden Flächen bei Groß Brunsrode sind nur durch einen Wirtschaftsweg getrennt und sollen zwei Wälder miteinander verbinden.

„Ich habe gerade die Standort-Kartierung bekommen. Die Bodenverhältnisse wurden von einem Gutachter geprüft, jetzt wird der Pflanzplan entsprechend erstellt“, erklärt der Forst-Fachmann . Noch im November soll mit der Aufforstung begonnen werden. „Wir werden auf jeden Fall auch Eichen pflanzen. Gleich nebenan ist ja dieser wunderbare Wald des FFH-Gebietes“, erklärt Binroth, der 1996 den Wald des ehemaligen Rittergutes westlich von Groß Brunsrode gekauft hatte. Zu dieser Fläche gehörten damals auch jene gut dreieinhalb Hektar Acker, die nun zu Wald werden sollen. „Das waren die einzigen Ackerflächen in meinem Betrieb“, erklärt der Wald-Fachmann. Daher habe er schon lange vorgehabt, diese Fläche zu nutzen, um die Wälder westlich von Groß Brunsrode miteinander zu verbinden.

Nicht nur Eichen wird Binroth pflanzen lassen. „Kirsche, Ahorn, Buche, Birke, Saalweide oder Vogelbeere – es wird eine bunte Mischung werden. Wichtig ist mir auch, dass es farbig ist.“ Büsche und Hecken sollen zudem einen 10 bis 15 Meter breiten Saum bilden.

Vertraglich hat sich Binroth gegenüber der Flughafen GmbH dazu verpflichtet, die Umwandlung von Acker in Wald in einem bestimmten Zeitraum umzusetzen und die Fläche auch entsprechend zu pflegen.

Rund 10.000 Euro je Hektar kostet so eine Aufforstung laut Binroth. Damit die jungen Pflanzen nicht beschädigt werden oder von Rehen angeknabbert werden, werden die Flächen nun zunächst eingezäunt. Noch im November soll jedoch mit dem Pflanzen begonnen werden. Bis dann ein Wald entstanden ist, wird es allerdings einige Jahre dauern.

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