Parkhaus-Randale in der Innenstadt sorgt für Ärger

Helmstedt  Das feine Pulver liegt auf dem Boden, parkende Autos sind zum Teil mit dem blau schimmernden Pulver überzogen. Die leeren Feuerlöscher stehen herum.

Manfred Maluche zeigt sein verdrecktes Parkhaus.

Foto: Stefani Koch

Manfred Maluche zeigt sein verdrecktes Parkhaus. Foto: Stefani Koch

Manfred Maluche zeigt, was unbekannte Randalierer am vergangenen Freitag angerichtet haben. Zwei Feuerlöscher haben sie im Parkhaus des Gastronoms an der Stobenstraße geleert. „Wenn Polizei und Stadt mir nicht helfen, mache ich das Parkhaus zu“, sagt Maluche sichtlich genervt. Immer wieder trieben Unbekannte in den vergangenen Monaten in der Tiefgarage ihr Unwesen. Der Betrieb des Parkhauses sei inzwischen ein reines Zuschussgeschäft.

Die Randalierer leerten Feuerlöscher, zerstörten Kameras, beschädigten die Schranke an der Ausfahrt und erledigten „große und kleine Geschäfte“ im Treppenhaus des Seiteneingangs. Alles in allem eine riesige Ferkelei.

Jedes Mal habe er Anzeige erstattet, herausgekommen sei bisher aber nichts. „Es gibt keine Ergebnisse“, sagt Maluche und zuckt mit den Schultern. Große Lust, sich länger mit diesem Problem herumzuärgern, habe er nicht. „Da mache ich lieber zu. Auch, wenn Besucher des Schwimmbads und des Amtsgerichts dann keine Parkmöglichkeit mehr haben.“

Was sagt die Polizei dazu? „Die Parkhäuser liegen in der Innenstadt und gehören somit zu dem Bereich, den wir regelmäßig anfahren. Viel mehr können wir nicht tun. Wir sind in solchen Fällen auf Hinweise von aufmerksamen Anwohnern oder Passanten angewiesen. Wer etwas beobachtet, sollte das sofort der Polizei melden. Wir können nur dann handeln, wenn wir Hinweise bekommen“, betont Thomas Figge, Pressesprecher der Polizei.

Die Stadt Helmstedt musste an ihrem Parkhaus Edelhöfe unlängst die Ausfahrtschranke erneuern. Unbekannte hatten sie während des Altstadtfestes Anfang September demoliert. Immer wieder beobachten Passanten, dass Kinder und Jugendliche in dem Parkhaus herumtoben, auf Skateboards oder Fahrrädern. Die eine oder andere Sektflasche zeugt von kleineren Gelagen. Alles in allem sei das aber nicht besorgniserregend, meint Dirk Stein von der Stadtverwaltung. Eine dramatische Entwicklung in Richtung Vandalismus etwa sei schon gar nicht zu beobachten. „Es gibt eine leichte Wellenbewegung, mal haben wir es mit etwas weniger Schabernack zu tun, mal mit etwas mehr“, erzählt Stein.

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