Aus leerstehendem Laden wird vorübergehend eine Kunstgalerie

Helmstedt  Zwei Künstler aus Helmstedt und Berlin dürfen ein leerstehendes Innenstadt-Geschäft für eine Ausstellung ihrer Werke nutzen.

Die Künstler Angel Zhilev (links) und Knut Wehlend stehen jeweils vor dem Bild des anderen.

Foto: Michaela Siano

Die Künstler Angel Zhilev (links) und Knut Wehlend stehen jeweils vor dem Bild des anderen. Foto: Michaela Siano

Für einige Tage werden sich die leerstehenden Geschäftsräume an der Neumärker Straße 23 in einen Ort der Kunst verwandeln: In der temporären „Galerie ‚Ihr Platz’“ können Interessierte die Ölgemälde der Künstler Angel Zhilev aus Helmstedt und Knut Wehlend aus Berlin zum Thema „Kontraste“ auf sich wirken lassen.

„Er malt ziemlich verrückt aber sehr interessant“, beschreibt Wehlend Neugier erweckend die Werke des ursprünglich aus Bulgarien stammenden Zhilev. „Er spielt mit Licht, das aus Quellen kommt, die es so gar nicht gibt“, schwärmt der Bauingenieur, der seit Januar als Bauleiter in Helmstedt tätig ist.

Die beiden Maler waren sich in einer Helmstedter Gaststätte über den Weg gelaufen und es entstand die Idee, gemeinsam eine Ausstellung zu organisieren, die nun am Samstag, 27. Oktober, mit einer Vernissage um 18 Uhr eröffnet wird. Jeder Künstler wird 15 ausgewählte Werke ausstellen.

„Es wird ein sehr kontrastreiches Programm“, verspricht Wehlend, der farbenfreudige, geometrische Kompositionen, aber auch Landschaftsgemälde zeigt, die sich in ihrer Darstellungsweise von den Arbeiten Zhilevs deutlich unterscheiden.

Zhilev – stilistisch bewusst in keine Schublade einzuordnen – besuchte in Sofia eine Kunstakademie und hat bisher seine Werke bereits europaweit in sieben eigenen Kunstausstellungen zugänglich gemacht. In seinen Bildern, an denen er schon mal sieben Monate arbeitet, finden sich spirituelle, manchmal auch surrealistische Elemente.

Er malt aber auch Stillleben oder Porträts – das des Mathematikers Carl-Friedrich Gauß ist ein Exponat der Ausstellung. „Ich experimentiere immer; jedes meiner Bilder ist ein Neuanfang, der meine Entwicklung vorantreibt“, sagt der Bulgare.

Und Zhilev ist schon weit gekommen: Mehr als 270 Gemälde hat er schon auf Leinwänden verewigt, die sich inzwischen auf vier Kontinenten verteilt haben - viele von ihnen finden Abnehmer in den USA.

Wehlend und Zhilev präsentieren bis zum Donnerstag, 8. November, täglich – auch am Wochenende – von 15 bis 18 Uhr ihre Arbeiten. „Die größte Belohnung eines Künstlers ist, wenn Menschen die Botschaft seiner Bilder wahrnehmen“, veranschaulicht Angel Zhilev.

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