Innenstadt-Besucher wünschen sich mehr Vielfalt

Helmstedt  Der Stadtmarketingverein Helmstedt aktuell hat die Ergebnisse einer aufwändigen Befragung vorgestellt, Es gibt sie noch, die vielen treuen Stammkunden

Wenn Veranstaltungen wie der Gänsemarkt stattfinden, ist die Helmstedter Innenstadt stets voller Menschen.

Foto: Lossau/Archiv

Wenn Veranstaltungen wie der Gänsemarkt stattfinden, ist die Helmstedter Innenstadt stets voller Menschen. Foto: Lossau/Archiv

Drei Monate lang hat der Verein Helmstedt aktuell Besucher danach befragt, ob sie das Angebot der Innenstadt zufriedenstellt. Die Auswertung der Umfrage hat ergeben, dass fast die Hälfte aller Befragten Stammkunden der Helmstedter Geschäfte sind. Drei Monate lang hat der Verein Helmstedt aktuell Besucher danach befragt, ob sie das Angebot der Innenstadt zufriedenstellt. Die Auswertung der Umfrage hat ergeben, dass fast die Hälfte aller Befragten Stammkunden der Helmstedter Geschäfte sind.

„Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, erklärt Manfred Walter, Vorsitzender des Stadtmarketingvereins, und behauptet: „Wenn man nur richtig sucht, bekommt man in Helmstedt alles.“

Befragt wurden von Mai bis Juli diesen Jahres sowohl Passanten in der Innenstadt als auch Kunden der Einkaufszentren am Stadtrand. Auf der Webseite von Helmstedt aktuell/Stadtmarketingverein war die Beantwortung der Fragebögen ebenso möglich. Insgesamt wurden 621 Fragebögen aus allen Altersgruppen abgegeben. Demnach werten die Initiatoren ihre Befragung als repräsentativ.

Die ehrenamtlicher Helfer des Vereins haben ein umfangreiches Zahlenmaterial zusammengetragen. Es liefert ihnen die Bestätigung, dass Helmstedt als Mittelzentrum nach wie vor hohe Kaufkraft zieht und bindet. Helmstedt aktuell geht von einer einzelhandelsrelevanten Kaufkraft von 111 Millionen Euro (im Jahr 2011) aus. Vier Jahre zuvor waren es nur wenig mehr: 116 Millionen Euro.

Was sie von Geschäften in bester Citylage erwarten, dazu gibt es laut Umfrage klar formulierte Aussagen: „Mehr Vielfalt, mehr junge Mode, weniger Ramsch!“ So wünscht sich ein 30-jähriger Helmstedter „mehr Auswahl an Geschäften, die (…) nicht nur das Übliche von der Stange anbieten.“ Eine 38-Jährige meint, dass die Öffnungszeiten einheitlich sein sollten. „Samstag bis 16 Uhr wäre grundsätzlich toll!“

Neben dem Warenangebot locken vor allem auch Dienstleistungen von Post, Banken und Telekommunikation-Anbietern Menschen in das Stadtzentrum. Dass das neben dem Einkauf die wichtigste Erledigung sei, meinten 22,7 Prozent der Befragten.

Das Bedürfnis, essen und trinken zu gehen, gaben 19,9 Prozent an. Das gastronomische Angebot zu erweitern, es zu verfeinern und zu modernisieren, war auch ein häufig genannter Punkt auf der Wunschliste.

„Worauf wir gezielt hinwirken müssen, ist ein größerer Branchenmix“, zieht Manfred Walter sein persönliches Fazit. Was den Leerstand betrifft: Das könne man über die Mieten regeln. „Die dürfen natürlich nicht zu hoch sein“, richtet Walter einen Appell an die Hausbesitzer.

Auf einen ganz anderen Vorzug ging bei der Befragung eine Helmstedterin (63) ein, indem sie herausstellte, dass eine Kleinstadt ihren persönlichen Reiz habe. „Man trifft immer Freunde und Bekannte.“

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