Friedhofskapelle Lelm erstrahlt in frisch renoviertem Glanz

Lelm  Mehr als nur ein neuer Anstrich war in der Friedhofskapelle in Lelm nötig – nur ohne Geld? Kein Problem, die Bürger packten einfach ehrenamtlich an.

Reinhard Tost freut sich über die frisch renovierte Friedhofskapelle in Lelm.

Foto: Sebahat Arifi

Reinhard Tost freut sich über die frisch renovierte Friedhofskapelle in Lelm. Foto: Sebahat Arifi

Mehr als 25 Leute haben sich an der ehrenamtlichen Sanierung beteiligt und verwandelten den Andachtsraum innerhalb von drei Wochen wieder in ein schmuckes Vorzeigestück. Dabei wurde neu verputzt, gestrichen, neue Elektroleitungen und ein neuer Fußboden verlegt. Und alles unentgeltlich.

Reinhard Tost, Vorsitzender des Kirchen-Friedhofsausschusses, freut sich über so viel Engagement. Der Friedhof in Lelm ist – neben dem in Bornum – noch in Händen der Kirche. Alle anderen, insgesamt 17 Friedhöfe werden vom Bauhof der Stadt Königslutter gepflegt. „Wir wollten unsere Eigenständigkeit behalten“, betont Tost. Zur Folge hat das aber, dass sich die Kirchengemeinde selbst um alle Pflegearbeiten kümmern muss.

Insgesamt würden sich etwa 25 Leute ehrenamtlich um den Platz kümmern. Die haben auch bei der Renovierung der Kapelle mit angepackt. Problematisch sei allerdings gewesen, dass auch Fachleute benötigt wurden, etwa Elektriker, Fliesenleger und Maurer. Tost scheute sich nicht und fragte nach Hilfe: „Mein Nachbar ist zum Beispiel Fliesenleger, der hat sofort zugesagt.“ Er besorgte auch die Fliesen für den 85 Quadratmeter großen Raum, denn Geld für Baumaterial war ebenfalls nicht vorhanden.

Als Reinhard Tost und Pfarrerin Stéphanie Gupta genug Leute mobilisiert hatten, musste alles schnell gehen. Die Ehrenamtlichen hatten sich ein Baulimit von vier Wochen gesetzt – nach drei Wochen waren sie fertig. „Alle Gewerke haben Hand in Hand gearbeitet, die Elektriker haben noch Leitungen verlegt, da wurde auf der anderen Seite schon gestrichen. Die Farbe war noch nicht trocken, da hat der Fliesenleger angefangen“, schildert Tost den zügigen Ablauf. Und der war notwendig: „Es musste so schnell gehen, ich hatte immer Bammel, dass während der Sanierung jemand beerdigt werden muss.“ Mehrere Male mussten deshalb vorher die bereits ausgeräumten Möbel wieder in die Kapelle gebracht werden.

Doch jetzt ist alles fertig und Tost froh, dass alles so gut geklappt hat. Die ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden kann der Ausschussvorsitzende nicht beziffern, an Material sei ein Wert von 4000 Euro verbaut worden. Einen Teil davon hoffen die Lelmer bei ihrem Benefizkonzert einspielen zu können, das am Sonntag, 7. Oktober, um 17 Uhr in der Lelmer Kirche stattfindet.

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