Tipps für den perfekten Weihnachtsbaum
2011-12-04T14:21:34+0100
Welche Sorten nur leichten Schmuck tragen und welche am schnellsten ihre Nadeln verlieren, erfahren Sie hier
Auf den Wochenmärkten, den Bau- und Supermärkten werden Weihnachtsbäume in allen Größen und Preisklassen angeboten. Doch wofür soll man sich entscheiden?
Sie finden im Handel die heimische Fichte, die Blaufichte mit duftend- kräftigen Nadeln und die gern gekaufte Nordmanntanne mit weichen, flachen Nadeln. Seltener sind die Edeltannen mit ihren dichten blaugrünen Zweigen und Koreatannen zu finden. Die letzteren haben ihren Preis, zeichnen sich aber dafür durch ihre hohe Nadelfestigkeit aus.
Bei den Fichten ist Vorsicht geboten, die spitzen, runden Nadeln an schlanken Zweigen pieken sehr. Sie halten sich leider nicht lange. Die Tannen nadeln wenig, ihre Nadeln halten sich bis zu sechs Wochen, sie sind glänzend, relativ weich und piksen kaum. Kiefern sind durch den ungleichmäßigen Wuchs nicht ganz einfach zu schmücken. Auch eine Douglasie ist als Christbaum nicht zu empfehlen: Ihre dünnen, biegsamen Zweige tragen nur leichten Schmuck und schon nach zwei bis drei Tagen rollen sie im warmen Zimmer ihre Nadeln ein.
Auf einfache Weise können Sie sich auch mit Tannengrün von Fichten-, Tannen- oder Kiefernzweigen ihre Wohnstube weihnachtlich schmücken. In einer standfesten, mit Wasser gefüllten Bodenvase lassen sich die Zweige über mehrere Wochen frisch halten.
Wenn Sie einen weiterverwendbaren, bewurzelten Baum anschaffen möchten, so finden Sie auch hier ein umfangreiches Angebot als Container- oder Ballenware in allen Preislagen.
Bedenken Sie beim Kauf auch, dass die meisten Christbäume speziell für das Fest gezogen werden und zum Verkauf in erster Linie schön aussehen sollen. Dass diese Bäume später im Garten weiterwachsen sollen, ist hierbei nicht unbedingt eingeplant, also ist das problemlose Anwachsen nach dem Fest im Freien nicht garantiert. Für diesen Zweck empfiehlt sich, eine der ganzjährig in Baumschulen gezogenen Pflanzen zu kaufen.
Wenn Sie einen Baum länger frisch halten wollen, sollten Sie den Stamm nach dem Kauf nochmals absägen, in ein Wasserbad stellen und dafür sorgen, dass ihr Baum, wenn Ihr Weihnachtsbaumständer es zulässt, über die Weihnachtszeit weiter im Wasser steht. Ist der Stamm beim Kauf allerdings bereits auf Baumständerdurchmesser abgefräst, so dass die Rinde am unteren Ende fehlt, ist das anschließende Wasserbad im Ständer nutzlos.
Der Weihnachtsbaumkauf kann auch zu einem Erlebnis werden, wenn man sich den Baum mit den Kindern oder Enkeln im Wald selbst aussucht und unter Anleitung eines Forstbediensteten absägt. Das hat auch den Vorteil, dass der frisch geschlagene Baum sich länger hält, ohne gleich zu nadeln. Bei kalten Temperaturen ist es trotzdem ratsam, den Baum langsam an die Wärme zu gewöhnen, bevor Sie ihn am Heiligabend in die warme Stube bringen. Zur Akklimatisierung ist ein ein- bis zweitägiger Aufenthalt in einem geeigneten Kellerraum, in der Waschküche oder im Treppenhaus angebracht.

