Digitale Welten im Kinderzimmer
2012-02-03T14:58:08+0100Nürnberg Die Fachmesse für Spielwaren zeigt: Um Jugendliche zu begeistern, wird verstärkt auf Neue Medien gesetzt
Mit klassischem Spielzeug kann man bei Teenagern eigentlich nicht mehr punkten. Ihr Interesse gilt eher Computer- und Videospielen.
Bei der 63. Spielwarenmesse in Nürnberg stehen die 13- bis 17-Jährigen dennoch im Mittelpunkt. „Es hieß bislang immer, dass Teenager nicht mehr für den klassischen Spielzeughandel zu gewinnen sind“, sagt Kyra Mende, Pressesprecherin der Spielwarenmesse.
„Doch bei einer von uns in Auftrag gegebenen Studie stellte sich heraus, dass fast 50 Prozent der befragten Jugendlichen gerne mit Freunden klassische Brettspiele spielen.“
Mit der Sonderausstellung „Toys4Teens“ soll dem Fachpublikum der diesjährigen Spielwarenmesse nun gezeigt werden, wie diese Zielgruppe erreicht werden kann. „Wir wollen zeigen, wie die Händler auf die Teens zugehen können. Daran hapert es noch. So könnten etwa in den Läden Sammelkarten- oder Fingerboard-Turniere ausgetragen werden“, sagt Mende.
Die Spielwarenmesse versteht sich als Trendanzeiger für die Spielwarenbranche. In diesem Jahr zeigt sich deutlich wie noch nie, dass die Spielwarenbranche in der Moderne ankommen will.
„Es gibt den deutlichen Trend einer Verschmelzung von klassischem Spielzeug und modernen Medien wie den Smartphones. Sie interagieren, das zieht sich durch alle Produktgruppen“, so Mende. So könne ein Helikopter per Smartphone gesteuert werden und für Gesellschaftsspiele gebe es Apps, die den Spielwert des klassischen Spielzeugs steigern.
Liebhaber nicht-elektronischer Spielzeuge können aber aufatmen, sagt Mende: „In diesem Jahr haben wir sehr viele kreative Produkte dabei, mit denen etwa Experimente durchgeführt oder Schneebälle hergestellt werden können.“

