Lokal sucht engagierten Gastwirt

Rethen  Die Gemeinde Vordorf sucht einen neuen Pächter für das Gemeindezentrum Rethen.

Bürgermeisterin Monika Kleemann sucht auch per Anzeigen in Fachzeitschriften.Foto: Daniela Burucker

Bürgermeisterin Monika Kleemann sucht auch per Anzeigen in Fachzeitschriften.Foto: Daniela Burucker

Gaststube, Küche und Clubräume sind renoviert und neu eingerichtet, die Kegelbahn wird saniert. Dennoch sucht die Gemeinde Vordorf seit Monaten vergeblich einen neuen Pächter für die Gaststätte im Rethener Gemeindezentrum. Zum Objekt gehört eine Wohnung und die Pacht orientiert sich am Umsatz.

Woran es liegt, dass trotz dieser günstigen Konditionen kein Wirt zugreift, kann sich Bürgermeisterin Monika Kleemann nicht erklären. Seit Marcello Romeo nach weniger als einem Jahr im Juni aus privaten Gründen das Handtuch warf und der Gastronomie den Rücken kehrte, ist das Lokal geschlossen. Um einen Nachfolger zu finden, hat Kleemann allerhand angestellt.

„Wir haben in Zeitungen, Internet und Fachzeitschriften inseriert“, berichtet sie. „Zudem habe ich in Lokalen gefragt, ob es Kollegen gibt, die eine Gaststätte suchen.“ Zwar gab es Interessenten. Aus unterschiedlichen Gründen sind sie jedoch immer wieder abgesprungen. Kleemann ist sich sicher, dass ein Wirt in Rethen sein Auskommen hätte. „Die beiden Vorgänger waren jeweils zehn Jahre hier“, erklärt sie. „Mit Sportverein, Schützen, Altenkreis, etlichen Stammtischen und Kegeltruppen gibt es genug Kunden, denen mangels eines Lokals im Ort etwas fehlt“, sagt Monika Kleemann.

Auch die Zusammenarbeit mit den Vereinen habe immer gut geklappt. „Ob Weinfest oder Sportwoche, die Wirte waren immer einbezogen und konnten gut Geld verdienen“, sagt die Bürgermeisterin. In Zeiten, in denen gern groß und auswärts gefeiert werde, sehe sie großes Potenzial in Saal und Clubraum. Zudem wartet ein Stockwerk höher eine 100-Quadratmeter-Wohnung darauf, bezogen zu werden.

Um einem neuen Wirt den Start zu erleichtern, hat die Gemeinde entschieden, sich bei der Pacht am Umsatz zu orientieren. Kleemann räumt ein, dass es etwas dauern könnte, bis das Lokal wieder so floriert wie einst. Auch für die Anlaufphase sichert sie einem fähigen Gastronomen Unterstützung zu. „Wir sind die letzten, die jemanden verhungern lassen würden“, sagt sie. „Für uns steht im Vordergrund, dass der Leerstand ein Ende hat.“ Dafür warb Kleemann auch am Rande des sportlichen Gastspiels des Fußballzweitligisten Eintracht Braunschweig beim TSV Rethen – in der Hoffnung, das unter den auswärtigen Besuchern jemand ist, den eines ihrer Plakate anspricht.

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