Sternsinger bringen den Segen

Meine  Junge Papenteicher Katholiken machen sich als Heilige Drei Könige auf den Weg zu den Familien.

Sternsinger der St.-Andreas-Kirche ziehen von Mittwoch an durch die Gemeinde Meine.

Foto: Wimmer

Sternsinger der St.-Andreas-Kirche ziehen von Mittwoch an durch die Gemeinde Meine. Foto: Wimmer

Die Sternsinger sind unterwegs. 16 Kinder und Jugendliche aus der katholischen St.-Andreas-Gemeinde in Meine besuchen von Mittwoch an als Heilige Drei Könige die Familien.

„Bis heute erstellen wir den Tourenplan vom 2. bis 4. Januar“, sagt Gemeindesekretärin Christine Galla. Donnerstagnachmittag besuchen die Sternsinger ganz offiziell die Bürgermeisterin Ines Kielhorn im Gemeindebüro. Auch alle anderen Familien, die Kaspar, Melchior und Balthasar die Türen öffnen, bekommen den ungefähren Besuchstermin mitgeteilt.

Die 16 Mädchen und Jungen, unter ihnen zwei Novizen, machen sich in drei Gruppen für jeweils zwei Tage auf den Weg. Sechs Fahrer wechseln sich ab, um sie durch den weiten Einzugsbereich der St.-Andreas-Gemeinde im Südkreis zu begleiten.

Wegen der langen Wege haben zudem mehrere Familien angeboten, die jungen Sänger mit einem Imbiss zu verpflegen.

Die feierliche Aussendung der Sternsinger erfolgt mit einer Andacht am Mittwoch, 2. Januar. Zwar wird kein Priester dabei sein. „Aber wir können die Kreide mit vorab geweihtem Wasser weihen“, sagt Galla.

Bei der Gelegenheit werden zusammen mit der früheren Chorleiterin Rosi Jung auch noch einmal die klassischen Sternsingerlieder angestimmt. Üben mussten die jungen Leute allein. „Sie haben die Texte vor drei Wochen zur Vorbereitung bekommen“, erzählt Galla. „Viele sind ja auch schon alte Hasen und sind nicht zum ersten Mal dabei.“

Organisiert wird die Sternsinger-Aktion von Alfons Heitz und Sarah Büssing.

Wie auf Bundesebene steht das Dreikönigssingen 2013 unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein“. Beispielland der Aktion ist Tansania. Obwohl der afrikanische Staat politisch stabil ist und nicht akut von Naturkatastrophen heimgesucht wird, stirbt dort jedes zehnte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Als Hauptursache der Säuglings- und Kindersterblichkeit gelten Armut und ein unzureichendes Gesundheitssystem. Für 44 Millionen Tansanier gab es 2008 ganze 100 Kinderärzte. Die Sternsinger machen sich stark für eine basisorientierte Gesundheitsversorgung und Aufklärung über Vorsorge, Hygiene und Gesundheitsrisiken.

Fast 500 000 Mädchen und Jungen beteiligen sich bundesweit am Dreikönigssingen. Seit 1959 wurden aus dem Spendenaufkommen von 772 Millionen Euro mehr als 60 000 Projekte zur Kinderhilfe gefördert.

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