Schüler restaurieren Porsche-Trecker

Groß Schwülper  Ein Technik-Traum in Rost: Papenteicher Neuntklässler arbeiten am Jahresprojekt des Autostadt-Zeithauses und restaurieren einen Porsche-Trecker.

Hauke (hinten) und Marius arbeiten in der Autostadt-Werkstatt am 50 Jahre alten Porsche-Trecker.

Foto: Franz

Hauke (hinten) und Marius arbeiten in der Autostadt-Werkstatt am 50 Jahre alten Porsche-Trecker. Foto: Franz

Donnerstag ist Porsche-Tag. Ohne Ferien wären zehn Realschüler der Oberschule Papenteich heute in der Wolfsburger Autostadt, um an einem richtig anspruchsvollen Projekt zu arbeiten.

Die Neuntklässler mit Technik-Profil restaurieren selbstständig einen 50 Jahre alten Trecker. Ziel ist, dass der Porsche Super A 133 von 1963 im Sommer bei einem Veteranentreffen für die Autostadt startet.

Das wäre nichts weniger als eine Wiederauferstehung. Denn der Scheunenfund, den der Vorsitzende des Porsche Diesel Clubs der Autostadt vermittelt hat, war ein nicht mehr fahrbereites Wrack. Seit dem Spätsommer arbeiten die Papenteicher Schüler nun daran, den Oldie in seine Einzelteile zu zerlegen und nach Reparatur, Austausch oder Wiederherstellung neu zusammenzusetzen.

Immer donnerstags sind die zehn Mädchen und Jungen in Wolfsburg. Die Autostadt holt sie aus der Partnerschule für ihren vierstündigen Einsatz ab und bringt sie auch wieder nach Hause.

So begehrt war das Trecker-Projekt, dass Lehrer Michael Krecker die Gruppe aufteilen musste. Zur Halbzeit wechseln sich die ersten zehn Jugendlichen mit zehn weiteren Mitschülern ab.

Das erste Team hat schon gute Arbeit geleistet. „Wir liegen im Zeitplan“, bestätigt Koordinatorin Julia Thorwarth von der Autostadt. Angeleitet von Marlon Blume aus dem Zeithaus gehen die Jugendlichen überlegt und schrittweise vor.

Für die vielfältigen Aufgaben haben sie sich in drei Gruppen organisiert, die sie im Rotationsprinzip durchlaufen. Es gibt die Mechaniker, ferner die Logistiker, die alle Teile besorgen und katalogisieren, und die Medienleute, die das Projekt dokumentieren.

Die aufwendige Instandsetzung des Motors überlassen die Schüler allerdings älteren Jugendlichen von der Berufsschule Wolfsburg, die bereits eine technische Ausbildung durchlaufen.

Für die Schrauber Maik (15), Hannah (14), Hauke (14), Marius (15) und Philipp (15) bleibt dennoch genug zu tun. Stück für Stück bauen sie den Ölfilter ab, lernen den peniblen Umgang mit Schmierstoff, demontieren Lüfterrad und Ansaugtrakt. Kein Originalteil darf verloren gehen, Ordnung und Sauberkeit stehen hoch im Kurs.

Maik Skibbe ist glücklich in der Werkstatt: „Ich will nicht den ganzen Tag am Computer sitzen. Da ist es gut, wenn ich hier Erfahrungen sammeln kann.“

Und Marius lobt die intensive Begleitung durch die Autostadt-Fachleute: „Ja es ist eine Menge Arbeit. Aber ich fühle mich nicht überfordert.“

Gestaunt hat Marius allerdings über den Aufwand, den der knorrige Porsche-Trecker verlangt. „Nach dem Eisstrahlen hätte ich ihn mir glänzender und neuer vorgestellt.“ Geduld lernen sie im Zeithaus also auch.

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